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Episode (Inhalt)
- Titel
- BVG-Reform: Gerecht oder unsozial?
- Lead
- Anfang Woche hat Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider den Abstimmungskampf zur BVG-Reform lanciert. Die Vorlage kommt am 22. September 2024 zur Abstimmung, bekämpft wird sie vor allem von den Gewerkschaften. Wer profitiert von der Reform? Und wer verliert?
- Publikationsdatum
- 28.06.2024 20:25
Transkript (Inhalt)
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Jetzt kommt schon bald der nächsteHärtetest in der Rentenfrage.
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Was bringt die Reform der zweitenSäule, was bringt sie den Frauen?
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Darüber müssen wir reden.
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Mit Live-Untertiteln von SWISS TXT
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Heute in der "Arena":
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Samira Marti, Co-Fraktionspräsidentin SP, sie sagt:
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"Die BVG-Reform ist nicht nurunnötig, sondern auch schädlich."
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"Sie führtzu Mehrkosten für die Versicherten
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und gleichzeitigzu sinkenden Renten."
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Kathrin Bertschy, Nationalrätin GLP,sagt:
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"Diese Reform ist ein Meilensteinfür die Frauen."
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Insbesondere Teilzeitarbeitnehmendeund Menschen mit geringen Einkommen
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können besserversichert werden."
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Gabriela Medici,Leiterin Sozialpolitik SGB, sagt:
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"Die Reform führt zu tieferen Rentenund deutlich höheren Lohnabzügen."
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"Dies, obwohl es den Pensionskassenfinanziell sehr gut geht."
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Nicole Barandun,Nationalrätin Die Mitte, sagt:
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"Die längst überfällige Reform
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trägt der steigenden LebenserwartungRechnung."
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"Nur so können wir die Rentenlangfristig für alle sichern."
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Die "Arena" -moderiert von Sandro Brotz.
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Herzlich willkommen,liebe Zuschauerinnen und Zuschauer.
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Merci, herzlichen Dank.
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Guten Abend zur letzten "Arena"vor dem Sommerprogramm.
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Wir haben uns ein wichtigesund grosses Thema vorgenommen,
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die BVG-Reform.
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Da stehtein harter Abstimmungskampf bevor.
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Das ist natürlichein Fall für die "Arena".
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Aber auch ein Fallfür unsere Protokollantin,
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die am Ende unserer Sendung ihreeigene Zusammenfassung präsentiert.
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Applaus für die wunderbareund einzigartige Patti Basler.
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Bei uns im Publikumsitzen heute Abend u.a. Sek-Klassen
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aus Müllheim/TG,Ebikon/LU und Aarburg/AG.
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Wenn Sie auch als Studiogast livedabei sein wollen,
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können Sieauf unsere Internetseite gehen:
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Vielleicht sehen wir uns schon baldin diesem Studio.
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Im Prinzip sind sich alle einig.Es ist ein gutes Konzept:
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das Dreisäulenkonzeptunserer Altersvorsorge,
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das Volk und Stände1972 beschlossen.
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Die erste Säule, die AHV,ist die staatliche Vorsorge.
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Die zweite Säule, die BVG,die berufliche Vorsorge,
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die Pensionskasse.
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Die dritte Säuleist die private Vorsorge.
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Das sind die drei Säulender Schweizer Altersvorsorge.
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Wie immer,wenn sich Zeiten ändern,
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werden Konzeptean die Realität angepasst.
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Nach der ersten Säule,für die es vor knapp zwei Jahren
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ein hauchdünnes Ja gab,
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ist nun die zweite Säulean der Reihe.
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Wir stimmen darüber ab, weil einReferendum dagegen ergriffen wurde.
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Koordiniert vom Gewerkschaftsbund.
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Aber um was geht esbei dieser BVG-Reform?
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Bevor wir die Debatte starten,
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bringen wir Sieauf den neuesten Stand.
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Dann sind wir alle schon eine ArtVorsorgespezialist/-innen.
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Schauen wir, wie tolldieses Erklärvideo gemacht ist.
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Zur Abstimmungsteht am 22. September
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die Reformder beruflichen Vorsorge BVG:
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Eine zentrale Änderungbetrifft den Umwandlungssatz.
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Er soll von 6,8 %auf 6 % gesenkt werden.
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Für die Berechnung der Rente im BVGheisst das:
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Bei einem Altersguthabenvon 100'000 Fr.
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würde eine versicherte Personjährlich anstatt 6'800 Fr.
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neu 6'000 Fr. Rente erhalten.
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Um das Rentenniveau zu halten,sind Rentenzuschläge vorgesehen
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für eine Übergangsgenerationvon 15 Jahrgängen.
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Auch soll es möglich sein,fürs Alter mehr anzusparen.
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So will die BVG-Reform die Situationvon Teilzeitarbeitenden
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und Personen mit geringem Einkommen,mehrheitlich Frauen, verbessern:
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Dies durch eine Anpassungder Eintrittsschwelle:
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Heute ist eine Person ab einemJahreslohn von mind. 22'050 Fr.
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im BVG versichert.
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Neu würde die Schwellebei 19'845 Fr. liegen.
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Heisst: Neu wären mehr Leuteim BVG versichert.
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Zudem sollder sog. Koordinationsabzug
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anstatt eines fixen Betragsneu 20 % des AHV-Lohns betragen.
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So wären neu 80 % des Lohnsversichert.
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Auch davon sollen v.a. Personenmit tiefen Einkommen profitieren.
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Ein weiteres Elementbetrifft die Altersgutschrift,
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also den Betrag,den Arbeitnehmer und Arbeitgeber
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gemeinsam auf das Alterskontoeiner Person einzahlen.
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Das Ziel: Für ältere Arbeitskräftezwischen 45 bis 65 Jahren
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soll dieser Lohnabzuggesenkt werden,
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damit sie im Arbeitsmarktbessere Chancen haben.
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Gabriela Medici, die Gewerkschaften,
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die das Referendum gegen die Reformergriffen haben,
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sprechenvon einer grossen Abbauvorlage.
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Was wird abgebaut?
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Die zweite Säule, die Pensionskasse,wird genau dort abgebaut,
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wo sie wichtig ist.
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Beim Mittelstand,den mittleren Einkommen.
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5'000-7'000 Fr. - dort, wo mannicht nur von der AHV leben kann.
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Dort, wo mankeine grosse Dritte Säule hat,
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wo man den ganzen Mittelstand hat,der eine zweite Säule braucht.
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Dort haben wir einen Abbau.
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Seit wann haben die Gewerkschaftenden Mittelstand entdeckt?
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Die Gewerkschaftensind Teil der Pensionskassen,
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seit es sie gibt.
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Die gibt es schon längerals die AHV, also schon sehr lange.
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Sie sprechenvon einer Abbau-Vorlage.
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Kathrin Bertschy, das klingt so, alswürde man Ihnen den Vorwurf machen,
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es sei eine Mogelpackung.
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Im Gegenteil,
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ein grosser Teil des Mittelstandesist in Teilzeit erwerbstätig.
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Die Leute teilen sich das Erwerbs-pensum und die Kinderbetreuung.
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Beim BVG haben wir die Problematik,
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dass die zweite Säule nach wie vorauf das Modell des einen Ernährers
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der Nachkriegszeit ausgerichtet ist.
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Wer Teilzeit arbeitet,mehrfach beschäftigt ist,
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kleine Einkommen hat - all das giltals Zuverdienst -
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die sind sehr schlecht abgesichertin der zweiten Säule.
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Das zu korrigierenist ein jahrzehntealtes Anliegen,
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v.a. von Frauenorganisationen,dass Teilzeit- und Kleineinkommen
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besser versichert sind.
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Das schafft man mit diesemlinearen Koordinationsabzug,
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von dem wir gehört haben - so er-halten all diese eine bessere Rente.
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Das betrifft massgeblichauch den Mittelstand.
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Das sagt auchdie zuständige Bundesrätin,
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Elisabeth Baume-Schneider,sie ist Mitglied der SP.
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Samira Marti, Frau Baume-Schneiderformulierte es so:
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Die Gesellschaft verändert sich,die Leute werden immer älter.
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Dazu kommen die Schwankungenan den Finanzmärkten.
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Wir können die Entwicklungnicht mehr langfristig abschätzen.
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Deshalb braucht es diese Reform.
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D.h., der Bundesrat möchte künftigeRenten sicherer finanzieren,
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Teilzeitbeschäftigte und Menschenmit tiefen Löhnen besser absichern.
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Das klingt dochnach einer Win-win-Situation?
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Die Hauptmassnahme dieser Vorlage
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ist die Senkungdes Umwandlungssatzes.
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Das führt dazu, dass die Renten-garantien um 12 % gesenkt werden.
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Und das in einem Umfeld, in demdie Kaufkraft unter Druck steht.
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Die Mieten steigen, dieKrankenkassenprämien explodieren.
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Auch Rentner/-innenwissen nicht mehr,
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wie sie die Rechnungenzahlen sollen.
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Ihre Rentensteigen nicht mit den Preisen an.
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Da sind wir schonbeim ersten Problem der Reform.
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Sie senktdie Rentengarantie für alle.
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Sie bringt aber dort,wo es Probleme hat, keine Lösungen.
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Es gibt minimale Verbesserungenfür die Frauen.
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Aber gerade für Frauenmit tiefem Lohn und solchen,
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die das Leben langTeilzeit gearbeitet haben
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mit Löhnen von 3'500-4'500 Fr. aus-kommen müssen kurz vor der Pension,
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Ü50, sage ich mal.
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Für die führt die Reform wegendieser minimalen Verbesserungen
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zu höheren Kosten, sie müssenmonatlich mehr Lohnabzüge zahlen,
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aber zu tieferen Rentenwegen des Umwandlungssatzes.
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Deshalb dürfen wir dasnicht aus den Augen verlieren.
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Wir kämpfen seit Jahren,
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dass die Frauen in diesem Landbesser abgesichert sind,
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dass die Betreuungsarbeitendlich anerkannt wird.
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Das wird in dieser Vorlage verpasst.
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Man hat versprochen, nachdemman das Frauenrentenalter erhöhte,
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dass man jetzt eine Lösung suche,
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damit die Frauen im Alterbesser abgesichert sind.
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Das ist mit dieser Vorlagenicht erreicht, im Gegenteil.
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Z.B. eine Coiffeuse ab 50muss mit Einbussen
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von bis zu einem Drittelweniger Rente ab 65 rechnen.
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Das Versprechen wurde gebrochen.
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Vor lauter kleiner Verbesserungendarf man den Blick fürs Ganze
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nicht verlieren.
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Das ist eine Abbauvorlage,die die Leute nicht stemmen können.
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Wir versuchen heute Abend, den Blickfürs grosse Ganze nie zu verlieren.
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Es ist recht komplex.
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Die vierte in der Runde heute Abendist Nicole Barandun.
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Sie ist zum ersten Malin der Hauptrunde der "Arena",
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herzlich willkommen.
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Mitte-Nationalrätin
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und Präsidentin des Gewerbeverbandesder Stadt Zürich.
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Wie der schweizerische Gewerbe-verband unterstützen Sie die Reform.
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Auch wenn Lohnabzüge in Milliarden-höhe bezahlt werden müssen.
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Beim Gewerbe sind nicht alle gleichbegeistert, wie man lesen konnte:
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Trotzdem sagen Sie, es lohne sich -warum?
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Es lohnt sich wirklich.
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Das Gewerbe und die Wirtschaftstehen hinter diesem Modell,
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das Sie vorhin erläutert habenmit den drei Säulen.
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Die berufliche Vorsorgeist ganz wichtig.
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Es stimmt nicht,dass das Gewerbe gespalten ist.
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Einzelne Verbände sehen das anders,aber das sind Einzelstimmen.
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Der schweizerische Gewerbeverbandunterstützt die Vorlage,
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weil er weiss, dass sie fürArbeitnehmende wichtig ist.
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Er ist bereit,in die Verantwortung zu gehen,
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und Lohnbeiträge zu leisten.
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Wir haben einen Fachkräftemangel,
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wir sind angewiesen auf guteArbeitnehmende und Frauen,
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die Teilzeit arbeiten,zunehmend auch Männer,
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die sich die Familienarbeitmit den Frauen teilen.
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Für sie bringt dasein grosser Fortschritt.
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Sie reden von einzelnen Verbänden:z.B. Gastrosuisse, die Nein sagt
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im Gegensatz zu HotellerieSuisse,die Ja sagt.
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Insgesamt sagt sogar der Schwei-zerische Pensionskassenverband ASIP,
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der Ja sagt zu dieser Reform,aber gleichzeitig:
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Frau Bertschy, wir stehen am Anfangdes Meinungsbildungsprozesses.
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Ist diese BVG-Reformein Wurf oder ein Würfchen?
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Es ist ein Meilenstein für viele,die schlecht versichert sind.
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Genau für die,die wir besser versichern müssen,
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die heute eine schlechte Rentehaben: namentlich Frauen,
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Teilzeitarbeitende, Leute mit klei-nen Einkommen, Mehrfachbeschäftigte.
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Es gibt einen Grund,
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wieso der Pensionskassenverbandnicht begeistert ist.
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Weil die Gewerkschaften hohe Renten-zuschläge ausgehandelt haben.
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Deswegen die leicht zurückhaltendeHaltung von Begeisterung:
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weil es hohe Rentenzuschläge gibt.
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Der Umwandlungssatz,der angepasst wird,
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betrifft nur 15 % der Versicherten.
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Alle anderen Versichertensind in einer Kasse
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oder nehmen die Kapitalauszahlung
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und haben diese Anpassungauf die höhere Lebenserwartung
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bereits vollzogen.
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Man nimmt niemandem einen FrankenKapital weg, im Gegenteil:
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Das Kapital bleibt erhalten.
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Wir versuchen, mehr zu sparen, damitmehr Kapital vorhanden ist im Alter.
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Das Kapital,das zuletzt vorhanden war,
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muss man auf eine längere Lebenszeitstrecken, weil wir älter werden.
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Das ist sehr erfreulich.
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Bei 15 % der Versicherten wurdediese Anpassung noch nicht gemacht.
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Sie wird jetzt vollzogen.
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Im Gegenzug gibt es grosszügigeRentenzuschläge, die gezielt wirken.
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Und wir machen die Modernisierungder zweiten Säule dort,
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wo sie dringend notwendig ist.
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So versichern wir kleine Einkommenund Teilzeitarbeitnehmende
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endlich anständig.
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Deshalb ist diese Vorlageein Meilenstein.
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Modernisierung, Meilenstein -Frau Medici?
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Frau Bertschysagte zwei wichtige Sachen:
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Sie sagte, vielehaben schon gelitten, das stimmt.
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Die Pensionskassen senkten inden letzten zehn Jahren die Rente.
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Die Umwandlungssätze sanken.
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Was heisst das konkret?
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Für gleich viel Kapitalgibt es weniger Rente.
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Dann machten sie zwei Dinge,um das abzufedern:
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Sie liessen immer mehr einzahlen,
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und gleichzeitig sind dieRentengarantien auf einem Tiefpunkt.
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Was ist die Folge dieser Situation?
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Der Pensionskassegeht es hervorragend.
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Das sagen alle, auch die "NZZ".
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Die Pensionskassen haben viel Geldangehäuft, das ist kein Vorwurf.
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Aber wieso haben siedie Leistungen gesenkt?
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Weil sie Angst hatten,dass es richtig schwarz kommt.
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Wenn man Geld sparen mussund Negativzinsen hat,
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kann das brutal sein.
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Das Gegenteil ist passiert.
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Die letzten zehn Jahreliefen hervorragend.
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Man hat Anlagegewinne gemacht,Immobilien, Aktien.
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Und jetzt schwimmendie Pensionskassen im Geld.
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Das Zweite: Selbstverständlichbraucht es eine bessere Absicherung
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für Teilzeitarbeitnehmende,unbestritten.
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Aber wenn man es macht mit einemAbbau des Umwandlungssatzes,
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dann führt eine Verknüpfung dazu,
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dass wir 20-30 Jahre warten müssen,bis es etwas bringt.
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Wir sehen die Notwendigkeit nicht,den Umwandlungssatz zu senken.
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Bei der Teilzeitbeschäftigung mussman selbstverständlich etwas machen,
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aber doch nicht so.
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Ich nehme einzelne Dinge auf,die Sie gesagt haben.
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Dass die Pensionskassenim Geld schwimmen.
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Das haben wir natürlichauch gelesen.
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Schweizer Pensionskassenverzeichneten 2023
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eine durchschnittliche Nettorenditevon 5,1 %.
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Braucht es diese Reform überhaupt?
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Auf jeden Fallbraucht es es diese Reform.
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Es braucht diese Modernisierung.
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Die Tatsache,dass wir immer länger leben
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und dass auf dem Kapitalmarkt
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nicht mehr so viel Gewinnerzielt werden kann,
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wie es einst der Fall war,das bringt Reformbedarf mit sich.
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Aber über die letzten zwölf Jahrewaren es durchschnittlich ca. 4,6 %.
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Schaut man, wie viel ausgezahltwird, stimmt es eben schon nicht.
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Man muss tatsächlich im obliga-torischen Bereich etwas machen.
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Wenn man langfristigdie Pensionskassen sichern will,
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ist das ein Muss.Wir finden, dass das System gut ist.
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Einerseitsnatürlich die erste Säule,
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die die Grundversorgungsicherstellt, die Existenzsicherung.
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Aber dann spart jederfür sich selbst.
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Ich glaube, das isteine gutschweizerische Sache,
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dass man für sich selbstVorsorge betreibt.
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Ich finde, das ist fast schon einwenig Sand in die Augen gestreut.
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Wir könntenbei der Verfassung anfangen.
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Dort steht, wofür die Altersversor-gung in der Schweiz zuständig ist.
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Pensionskassensollen den Lebensstandard halten,
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den man vor der Pensionim Erwerbsleben geniessen kann.
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D.h., weniger aber doch orientiertam Lohneinkommen, das man hatte,
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während man 45 Jahre lang arbeitete.
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Die Tatsache ist heute, dass das inder Schweiz nicht mehr erfüllt wird.
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Es gibt immer mehr Leute.
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Ich nehme an, viele, die zuschauen,erleben das persönlich genau so.
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Ich bekomme viele Zuschriftenvon Menschen,
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die zehn oder 15 Jahrevor der Pension stehen.
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Dann fangen sie an, sicheinmal richtig mit der Pensionskasse
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und ihrer garantierten Renteauseinanderzusetzen.
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Sie müssen feststellen,dass es nicht reicht.
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Dass es viel weniger ist,als versprochen wurde.
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Das kommt davon,
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dass die Pensionskassen inden letzten Jahren abgebaut haben.
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Die Garantien waren schon dann ...
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Auch bei der über-obligatorischen,sie sanken.
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Man bekommt heute300 Fr. pro Monat weniger
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wenn man heute in Rente geht,verglichen mit vor 15 Jahren -
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obwohl alles teurer geworden ist.
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Das zeigt vielleicht
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das grundlegende Reformproblemder zweiten Säule auf.
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Anlagerenditen sind jetzt natürlichüberdurchschnittlich gut.
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Gabriela Medici sagte es.
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Die Branche selbst sagt:"Uns geht es hervorragend."
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Das ist der erste Satzder Studie der Zürcher Kantonalbank.
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Ich hab es vorhinextra noch einmal nachgeschaut.
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"Es geht uns hervorragend,"sagen sie auf Deutsch.
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Das kann man den Menschen draussennicht erklären,
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wenn sie gleichzeitigimmer mehr Mühe haben,
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überhaupt über die Runden zu kommen,gerade Rentnerinnen und Rentner.
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Im März versuchte man einenBefreiungsschlag mit der 13. AHV.
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Diese Vorlage will eigentlichgenau das Umgekehrte.
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Damals sagte man,es braucht einen Ausbau,
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Damals sagte man,es braucht einen Ausbau,
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eine Kompensationdes teurer werdenden Lebens.
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Jetzt schlägt man vor, die Renteim Schnitt wieder um 12 % zu senken.
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Man will es also wieder aufheben.Das kann man niemandem erklären,
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während die PensionskassenMrd. an Gewinn machen.
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Fairerweise muss man auch sagen,dass es 2021 noch anders aussah.
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Man war im Minus,hatte mit Covid zu tun.
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Ihre Reaktion, Frau Barandun?
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Ich glaube,man muss auch in Betracht ziehen,
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wie man die zweite Säule finanziert.
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Jeder Arbeitnehmer,jede Arbeitnehmerin zahlt ein.
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Der Arbeitgeber zahlt denselbenBetrag oder sogar mehr drauf.
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Es gibt Arbeitgeber, dieeinen grösseren Betrag übernehmen.
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Dann kommt nochdie dritte Beitragszahlung,
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das ist der Kapitalmarkt,aber es ist nur die dritte.
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So verdreifacht manin der Regel am Schluss das,
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was man selber eingezahlt hat.
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Ich finde,das ist ein gutes Geschäft.
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Aber am Schluss ist es das, wasin der eigenen Vorsorge drin ist.
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Man ist ein Stück weitdarauf angewiesen,
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wie der dritte Beitragszahleraufgestellt ist: der Kapitalmarkt.
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Und wie langeman dann die Rente bezieht.
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Das habe ich auch gemeint.
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Und hätte diese Vorlagenicht unter der Voraussetzung,
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dass man das Gefühl hat,
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ein Umwandlungssatz von 6,8 %sei nicht mehr haltbar,
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weil wir in dieser komischen Weltvon Negativzinsen angekommen sind.
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Ökonomisch ist das etwasnoch nie zuvor Gesehenes.
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Uns wurde erklärt,dass es das gar nicht geben kann.
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Trotzdem hat es das gegeben.
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Vor diesem Hintergrundhat man diese Vorlage gezimmert,
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mit dem Ziel, die Rentenleistungenwohl oder übel ab bauen zu müssen.
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Aber diese Zeiten sind vorbei.Die Tiefzinszeiten sind vorbei.
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Die Zinswende ist gekommen,die Inflation zieht an.
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Es gibt keine Umverteilung mehrvon jung nach alt.
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Unterdessen ist es sogar umgekehrt,deswegen müssen wir anfangen,
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über einen Teuerungsausgleichin der zweiten Säule zu diskutieren.
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Diese Vorlage ist einfachaus der Zeit gefallen.
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Wenn Sie schonvon Umverteilung reden,
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die Wahrheit ist auch,dass es Ihnen darum geht,
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v.a. in die erste Säule, die AHV,umzuverteilen.
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Die zweite Säule wollen Sieeigentlich herunterfahren.
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Es ist interessant.Dieser Vorwurf kommt immer wieder.
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Wir sitzen in den Pensionskassen,wir gestalten sie mit.
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Wir finanzieren sie mit.
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Und wenn ich "wir" sage,meine ich die Arbeitnehmer.
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Die Arbeitnehmendenin der Schweiz ...
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Es ist eine proletarischeSozialversicherung.
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Wir waren die letzten zwei Malauch beteiligt
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am Reformmodellfür die zweite Säule.
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Selbstverständlichwollen wir schauen,
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dass es den Versicherten gut geht,dort wo es Sinn macht.
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Die 13. AHV-Rentewar absolut notwendig.
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D.h. doch nicht, dass man deswegendie zweite Säule abschaffen soll.
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Im Gegenteil. Die zweite Säulebrauchen wir dort, wo sie stark ist:
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bei mittleren Einkommen.
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Wir sprechen nichtüber viele Garantien.
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Wir reden hierüber eine Pensionskassenreform,
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die möchte, dass man,wenn man 70'000 Fr. verdient -
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6'000 Fr. im Monat,genau in der Mitte der Schweiz.
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Ein Bäcker, ein Metzger,eine Pflegefachfrau.
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Sie sollen nach 40 Jahren Einzahlen1'500 Fr. Rente haben.
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Darüber reden wir.Heute hätten sie 1'700 Fr.,
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nach dieser Reform hätten sienoch 1'500 Fr. garantiert.
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Obwohl es den Kassen gut geht.Das ergibt doch keinen Sinn.
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Oh, jetzt möchte ich viel entgegnen.Erst einmal dieses Zahlenbeispiel.
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Man kann für jede Reform ...
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Keine Reform hat nur Gewinnerinnen.
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Es gibt immer auch Leute,die verlieren.
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Man kann für jede Reformein Zahlenbeispiel finden,
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bei dem jemand besser gestellt wirdund jemand schlechter.
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Aber was das Entscheidende istin dieser Vorlage,
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ist das Gesamtbild für unser Land.
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Gerade, weil dieses Gesamtbild soentscheidend ist, das grosse Ganze,
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und weil jeder Fall individuell ist,
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wollten wirbei der Alliance F wissen,
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wie die Betroffenheittatsächlich ist.
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Wir gaben eine Studie mit einer re-präsentativen Datenlage in Auftrag.
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Dort wurde belegt, dass 360'000Personen eine höhere Rente bekommen.
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Davon sind 275'000 Frauen.Es sind doppelt so viele Personen,
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die eine höhere Rente bekommenals eine tiefere.
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Bei den Frauen sind essogar viermal so viel Frauen,
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die mehr Rente erhalten,auf eine, die weniger bekommt.
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Ganz wichtig:Das hat diese Studie auch belegt.
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Es profitieren v.a. tiefe Einkommen,Teilzeit und die Frauen.
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Das wurde belegt.Ich möchte noch schnell etwas ...
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Also es ist eine Studie,die die Alliance F,
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von der sie Co-Präsidentin sind,in Auftrag gegeben hat.
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Das ist das Resultat dieser Studie.- Absolut.
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Es ist aber ein renommiertesvolkswirtschaftliches Beratungsbüro,
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das u.a. auch schon für die SPAufträge durchgeführt hat.
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Wir haben bewusst jemandsehr Unabhängiges ausgewählt.
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Wir wollteneine repräsentative Datenlage,
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weil man nichtan diesen Einzelfallbeispielen
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eine Vorlage beurteilen soll,
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weil man für jeden Fall ein Beispieldafür oder dagegen findet.
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Und weil es um die Gesamtperspektivegeht. Diese ist hier positiv.
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Kathrin, du weisst,ich liebe solche Studien.
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Darum habe ich auch euresehr genau angeschaut.
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Gabriela im Übrigen auch.
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Selbst die Autoren - weil es ebenein seriöses Institut ist -
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schreiben in dieser Studie,
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dass alle Leute,die Ergänzungsleistungen beziehen,
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nicht eingerechnet sind.
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Das ist im Moment immerhin jedesiebte Frau, die in Pension geht.
-
Jede siebte Frau bekommt aktuellzusätzliche Ergänzungsleistungen,
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weil ihre Rente nicht reicht.
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Genau diese Frauenwürden mit dieser Vorlage
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über die Lohnbeiträgemehr einzahlen müssen.
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Aber sie würden im Alterkeinen Rappen mehr bekommen.
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Denn die steigenden Einkommender zweiten Säule
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führen schlicht und einfach dazu,
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dassdie Ergänzungsleistungen sinken.
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Das schrieb im Übrigen auch die ETH,die Konjunkturforschungsstelle
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führte ebenfalls eine Studie durchund sagt genau das.
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Gerade für die tiefen Einkommenbringt die Reform in erster Linie
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höhere Kosten im Erwerbsleben, führtaber nicht zu einer höheren Rente,
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sondern einfach zu einer Kürzungder Ergänzungsleitungen.
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Es kann nicht sein, dass ausge-rechnet die Tiefsten mehr zahlen
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und dann ins Leere schauen.
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Ich finde esein spezielles Argument.
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Dass Frauen in der Ergänzungs-leistung bleiben können sollen.
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Gerade bei der AHV-Abstimmungwar es ein zentrales Anliegen
-
für die Einführung der 13. AHV.
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Man sagte,die Leute sollten die Rente bekommen
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und nicht von der Ergänzungsleistungabhängig sein,
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die manchmal etwas kompliziert ist,zu beantragen.
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Es gibt auch Leute, die denken,dass sie dann Bittsteller sind,
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obwohl sie es nicht sind.
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Ich finde es viel besserund zukunftsrichtiger,
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wenn man die Frauen dazu bringtund es ihnen ermöglicht,
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eine eigene Pensionskasseaufzubauen,
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die es ihnen ermöglicht,für sich selbst zu sorgen,
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statt dass man dannErgänzungsleistungen besorgen muss.
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Ergänzungsleistungen - EL.
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Wir haben eine Grafik vorbereitet,wie das aktuell aussieht.
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Es sind eindrückliche Zahlen.
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293'642 Menschen,die das beanspruchen.
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Davon sind 145'960 Frauen.
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Sie sagen aber, der Weg ist eigent-lich, dass man sich nicht schämt,
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dies zu beanspruchen.Habe ich das richtig verstanden?
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Nein.Der Weg ist, es zu schaffen,
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aus eigener Krafteine Altersvorsorge aufzubauen,
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um so zu schaffen, dass man keineErgänzungsleistungen mehr braucht.
-
Diese Ergänzungsleistungenwerden v.a. von älteren Frauen -
-
also auch ältere Frauenim Pensionsalter - beantragt.
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Weil sie eben z.T.noch keine Pensionskasse hatten
-
oder auch nicht arbeiteten.
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Ich glaube, für junge Menschen,wie hier im Studio,
-
die anfangen zu arbeiten, ist eswichtig, von Anfang an zu wissen,
-
dass man fürs Alteretwas sparen muss.
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Und dass man darauf zählen kann,dass der Arbeitgeber
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und eben auch der Kapitalmarktden Betrag vervielfacht.
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Vielen Dank, Frau Barandun,für diesen Steilpass.
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Was macht der Moderator jetzt?
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Das muss er fast machen, wenn einerder Gäste von jungen Menschen redet,
-
die am Anfang ihres Berufslebensstehen.
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Keine Angst, wir reden nichtüber EL, technische Sachen, BVG usw.
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Ich nehme an, die ganzeAltersvorsorge ist nicht etwas,
-
was Sie ernsthaft beschäftigt.
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Schon mehr, ob die Schweizmorgen Italien schlägt, oder?
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Als Fussballfan schon, ja.- Aber wenn Sie das so hören.
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Die Altersvorsorge ist wohl etwas,worüber ihr nie redet, oder?
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Ja ... Jetzt kommt es langsam auf.
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Aber jetzt bin ich 20, mit 15 oder16 war es noch nicht so ein Thema.
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Was machen Sie im Leben?Woher kommen sie?
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Ich komme aus Ebikon, ich leisteZivildienst an der Schule Wydenhof.
-
Okay. Darf ich Sievielleicht noch kurz fragen?
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Was haben Sie beruflich vorim Leben?
-
Ich bin im Wydenhof in EbikonLehrperson.
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Lehrperson. Daneben?- Ich bin Schülerin im Wydenhof.
-
Was wollen Sie im Leben machen?- Ich werde eine KV-Lehre beginnen.
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Das kann ich sehr empfehlen,das habe ich auch getan.
-
Eine Superlehre.- Dankeschön.
-
Aber eine Altersvorsorge,das ist sicherlich nicht etwas,
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was Sie beschäftigt. Mich hat daszu dieser Zeit nicht beschäftigt.
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Nein, mich auch nicht.- Was machen Sie?
-
Ich bin auch Schülerin im Wydenhof.
-
Was wollen Sie in Zukunftberuflich machen?
-
Nach der Schule mache ich das KV.
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Okay, alles klar.Wunderbar, besten Dank.
-
Es ist immer wiederauch ein Bewusstsein dafür,
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dass Sie, die sehr nahe am Themasind, bei der grossen Linie bleiben
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und das gemeinsam anschauen.
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Frau Medici, wie erklären Sieeinem jungen Menschen,
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warum man eine solche Vorlage,bei der es darum geht,
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dass man vielleicht auch Menschen,die weniger Einkommen haben,
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besser stützt und fürdie zweite Säule bereitmacht,
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nicht annehmen soll?
-
Noch einmal,in dieser Vorlage geht es darum:
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Mit dieser Vorlage wir als aller-erstes der Umwandlungssatz gesenkt.
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Für gleich viel Kapitalgibt es weniger Rente.
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Sie haben es selbst gezeigt.Diese Senkung ist relativ gross.
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Alles, was folgt,sind Kompensationen.
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D. h., man versucht es wieder aufzu-füllen und schafft es nicht ganz.
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Das ist die Schwierigkeit.Was heisst auffüllen?
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Auffüllen heisst, 100-200 Fr. mehrpro Monat einzuzahlen,
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während 40 Jahrenin gewissen Fällen im Publikum.
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Um danach eine Rente zu bekommen,die weniger hoch ist als das,
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was sie heute hätten,wenn sie über 5'000 Fr. verdienen.
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Und die in 40 Jahren höher wäre,
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wenn sie wirklich schlechtverdienen. Aber was heisst höher?
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Wir reden von Pensionskassenrenten,die immer noch unter 1'000 Fr. sind,
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also weit unter dieserfinanziellen Selbstständigkeit,
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die wohl das gemeinsame Ziel ist.
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Auch von Alliance Fund den Gewerkschaftsfrauen.
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Es geht darum,dass wir eigenständig leben können.
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Das kann man nicht, hingegenmuss man sehr viel dafür zahlen.
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Ich möchte gernenoch etwas anderes sagen.
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Man hätte es lösen können.
-
Man hätte Kompensationenmachen können,
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die diesem Namen gerecht werden.Was hat das Parlament getan?
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Es hat einen riesigen Papiertigergeschaffen.
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"Bürokratiemonster" ist ein Wort,
-
was ich seltenin der "Handelszeitung" lese.
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Es steht heute so drin.
-
Ein Bürokratiemonster,das dazu führt,
-
dass 1,5 % aller Versichertendie volle Kompensation bekommen.
-
Es ist so komplexund so absurd ausgestaltet,
-
dass es passieren könnte,dass der geschiedene Banker,
-
der schön runterfahren kannmit einem Teil Kapitalbezug,
-
eine volle Komp...- Das ist ein Fallbeispiel.
-
Ja, aber ... - Das könntesonst ein Geschiedener sein.
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Selbstverständlich. Ein geschiedenerBanker, der sich gut beraten lässt,
-
hat dann die volle Kompensation.
-
Und die Bäckereiverkäuferinhat nichts.
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Das ist realdie Auswirkung dieser Reform.
-
Eben, "Bürokratiemonster"ist ein Wort, was sie benutzen.
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Sie haben auch schon das Wort"Pfusch" benutzt, richtig?
-
Richtig.
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Ein Pfusch sei gezimmert worden,Frau Barandun.
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Ich glaube, es ist eben kein Pfusch,
-
es istein gutschweizerischer Kompromiss.
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Jeder hat ein wenig Federn gelassen.
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Gerade aus dem Gewerbe,das muss man sagen.
-
Wir tragen einiges dazu bei.
-
Ich möchte darauf hinweisen, dieseSenkung dieses Umwandlungssatzes,
-
das passiertnur im obligatorischen Bereich.
-
Im überobligatorischen Bereichhat das lange stattgefunden.
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85 % der Leutesind gar nicht betroffen.
-
Warum ist esim überobligatorischen Bereich so?
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Weil es so sein muss.
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Weil man sonst eine Umverteilungvon den Jungen zu den Alten hat.
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Das ist nicht fairund kann nicht sein.
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Einschub: Überobligatorischin zwei Sätzen erklärt?
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Es gibt einen gewissen Betrag,der obligatorisch versichert ist.
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Dort sagt das Gesetz,was der Umwandlungssatz sein muss.
-
Überobligatorischsind die höheren Löhne,
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es sind glaube ich 88'000 Fr.
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Dort haben die Pensionskassenandere Umwandlungssätze,
-
die sie festlegen dürfen.
-
Anders formuliert kann man sagen,
-
im Gesetzsteht das absolute Minimum.
-
Aber weil es so schlecht ist, habendie allermeisten Pensionskassen
-
für ihre Versichertenbessere Lösungen gefunden.
-
Das Gesetz ist das einzige,das einem für alle Zeit garantiert,
-
egal,wie es an den Finanzmärkten läuft,
-
ob man im Stiftungsrat derPensionskassen Fehler gemacht hat.
-
Das steht einem zu, wenn manein Leben lang gearbeitet hat.
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Dieses Minimumist heute schon so tief.
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Mit der Senkung des Umwandlungs-satzes wird es noch tiefer werden.
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Darum betrifft das eben alle.Denn die Rente ist eine Garantie.
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Das Rentenversprechen,das uns allen zusteht.
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Ich möchte noch etwas ansprechen,weil es der Elefant im Raum ist.
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Was uns eint,das ist das Tolle an dieser Runde:
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Wir setzen uns alle im Parlamentfür Frauenanliegen ein.
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Wir stehen auch oft auf dergleichen Seite, wenn es darum geht,
-
etwas für Frauen zu erkämpfen.
-
Aber der Elefant im Raum istheute Abend die Betreuungsarbeit.
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Das ist die Familienarbeit,die die Frauen in diesem Land
-
nach wie vorzu grossen Teilen leisten.
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Das ist Arbeit im Wertvon 200 Mrd. Fr. pro Jahr.
-
Diese 200 Mrd. Fr.sind nicht versichert.
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Genau daswurde in dieser Vorlage verpasst.
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Das wäre auch das einzige,was den Frauen gerecht werden würde.
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Sog. Betreuungsgutschriften.Wir kennen es von der AHV.
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Wozu führt es dort?
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Dass die Frauen eine höhere AHV-Rente als die Männer haben. Wieso?
-
Uns erstaunt das nicht,
-
weil sie nämlich im Schnittmehr arbeiten als Männer.
-
Das ist, wasin der beruflichen Vorsorge fehlt.
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Die Anerkennung dieser Sorgearbeit,
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die die Grundlage jedesGewerbebetriebs ist, jeder Firma,
-
jedes grossen Konzernsin diesem Land,
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dass überhaupt jeden Tag produziertund gearbeitet werden kann.
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Die Grundlage davon ist, dassganz viele Menschen in diesem Land
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unbezahlte Sorgearbeit leisten.
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Sie wird auch nichtin Zukunft verschwinden.
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Auch in Zukunft muss manden Kindern die Windeln wechseln,
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Tränen abwischen,kranke Angehörige pflegen.
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Diese Arbeitbraucht mehr Anerkennung.
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Sonst hat man die Frauenrentenicht verbessert.
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Transparenzhalbermuss man auch noch sagen,
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dass die SP ihre Mitgliedschaftbei Alliance F sistieren liess,
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weil man sich hier in Bezug aufdie Ausgestaltung nicht einig war.
-
Aber trotzdem ihre Reaktion darauf,dass man das ein wenig vergisst,
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diesen Elefant im Raum.
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Wir reden hier überdie private berufliche Vorsorge.
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Natürlich braucht esbessere Rahmenbedingungen für Leute,
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die Care Arbeit leisten.
-
Namentlicherschwingliche Kita-Tarife.
-
Aber hier geht esum die berufliche Vorsorge.
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Vielleicht ist es wichtig,dass wir noch einmal erklären,
-
wie diese funktioniert.
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Die Arbeitnehmerin, der Arbeitnehmerzahlt den Franken ein,
-
dieser wird mind. verdoppeltdurch den Arbeitgeber
-
und dann kommt nochmind. ein Drittel drauf
-
durch den dritten Beitragszahler,den Zins.
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Das ist der höchste Beitragszahlergewesen in den letzten 20 Jahren.
-
Darum ist es gut, wenn die Pensions-kassen eine hohe Rendite machen.
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Das kommt uns allen zugute.
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Wir haben dannmehr Kapital angespart.
-
Dann wandelt man dieses Kapitalbei Renteneintritt um.
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Das ist der Umwandlungssatz.
-
Im Moment ist dieser gesetzlichbei 6,8 %.
-
Man kann sich das selbst überlegen.
-
Das sollte für die Anzahl Lebens-jahre reichen, die man erwartet.
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6,8 auf 100,das sind noch gut 14 Jahre.
-
Erfreulicherweise leben wir heuteaber noch rund 20 oder 22 Jahre.
-
Das ist die Lebenserwartungbei Pensionierung.
-
Dieses Rechenbeispiel zeigt,
-
dass der Umwandlungssatzdeutlich zu hoch ist.
-
Das ist der Grund dafür, dass diePensionskassen ihn anpassen mussten.
-
Dafür haben sie überobligatorischeGelder verwendet.
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Nur 15 % der Versichertensind noch betroffen
-
von diesem Umwandlungssatz,der noch angepasst wird.
-
Im Gegenzugbekommen sie aber Rentenzuschläge.
-
Ich fand es vorhin speziell,dass Frau Medici
-
ausgerechnet die selber ausgehandel-ten Rentenzuschläge kritisierte.
-
Dass diese auch jemandenzugute kommen könnten,
-
der sie gar nicht braucht.
-
Sie sind nämlich tatsächlichsehr grosszügig ausgefallen.
-
Das ist die Kompensation fürdie Senkung des Umwandlungssatzes,
-
der nur noch 15 % der Versichertenbetrifft.
-
In dieser Vorlage ist wichtig,dass wir endlich modernisieren,
-
um die Teilzeitarbeitendenund kleinen Einkommen
-
besser absichern zu können.
-
Genau das gelingt hier mitdieser Reform, deswegen ist sie gut.
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Einen Sprung in die Zukunft machen
-
und Sie, Frau Medici,bleiben lieber stehen.
-
Nein, ich möchte einfacheine andere Zukunft.
-
Ich möchte, dass wir eine Zukunftmachen, die dort ansetzt,
-
wo wir heute in der Realität sind.
-
Frau Bertschyhat es vorhin gut erklärt,
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wie die Kapitaldeckung eigentlichfunktioniert:
-
Man zahlt ein, bekommt einen Zins,
-
dann gibt es ein Guthaben,das wächst.
-
Schauen wir, was das konkret heisst.
-
Konkret haben wir heuteüber 1 Billion Fr.
-
in den Pensionskassen angespart.
-
Ich weiss nicht genau ...
-
Ich kann mir diesen Betragkaum vorstellen.
-
Es sind unglaublich viele Nullen.
-
1'000 Mrd., wir habenüber 1'000 Mrd. angespart.
-
Wer profitiert wirklich davon?
-
Das sind diejenigen, die mitder Pensionskasse Geld verdienen,
-
die weiter profitieren,wenn wir noch mehr Geld einzahlen.
-
Mit dieser Reform sollen wirjährlich 2,1 Mrd. Fr. zusätzlich
-
in diese Pensionskassen einzahlen.
-
Heute kostet die Durchführungjährlich schon 7 Mrd. Fr.
-
Das ist eine Zahl,
-
die sich übrigens in denletzten zehn Jahren verdoppelt hat.
-
Wir lassen die Kostenfrageausser Acht. Die Kosten explodieren.
-
Wir haben kein privates Sparen,sondern eine Sozialversicherung.
-
Wir haben die Aufgabeund Verpflichtung zu schauen,
-
dass wenn wir die Leuteschon dazu zwingen, zu sparen,
-
dass das auch effizient passiert.
-
In der Schweiz haben wir ein System,wir haben Preisüberwacher,
-
die die Kosten jedes Kehrichtsacksanschauen,
-
ob das effizient ist oder nicht.
-
Bei der Pensionskasse schaut niemandhin. Das müssten wir schauen.
-
Dann könnte man sofort Geld sparen
-
und wir bräuchtenkeine zusätzlichen Beiträge.
-
Sondern wir hätten einfach Leute,
-
die ein bisschen wenigerdamit verdienen würden.
-
Das BVG funktioniert andersals die AHV.
-
In der AHV wird das Geldweniger lang angelegt,
-
im BVG über eine sehr lange Zeit.
-
Das BVG hat eine höhere Rendite.
-
Hansueli Schöchli hat das kürzlichin der "NZZ" aufgezeigt.
-
Es ist eine Verdreifachungdes Eingezahlten des Arbeitnehmers.
-
Die Vermögensverwaltungkostet etwas. Sie hat ihren Preis.
-
Wichtig ist aber:
-
Gute Vermögensverwaltungkostet etwas.
-
Aber wichtig ist doch,was bei den Versicherten ankommt.
-
(Medici) Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ist wichtig.
-
(Bertschy) Genau,das Preis-Leistungs-Verhältnis.
-
Es stimmt, die Renditeist beim BVG besser als bei der AHV.
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Auch in der AHV ist dieVermögensverwaltung nicht gratis.
-
Dort bezahlen wir über SteuergelderBeamte in Bundesbern,
-
die dieses Vermögen verwalten
-
und das Umlageverfahrenadministrieren.
-
Aber die Rendite ist entscheidendund sie ist gut.
-
Sie kommt den Versicherten zugute.Dort ist wichtig, dass die Leute,
-
die im Moment nichtüber eine Pensionskasse verfügen
-
oder über eine sehr kleine,endlich die Gelegenheit bekommen,
-
einzuzahlen.
-
Vielleicht noch ein letzter Punkt:
-
die Vermögensverwaltungist nicht Teil dieser Vorlage.
-
(Medici) Eben nicht.
-
Es ist eine Nebelpetarde von eurerSeite, das auf den Tisch zu bringen.
-
In dieser Vorlagegeht es um etwas anderes.
-
Sie wollen nicht darüber reden,
-
dass Teilzeit,kleine Einkommen und Frauen
-
endlich besser versichert werden.Darum geht es in dieser Vorlage.
-
Gut, Nebel wollen wir indiesem Studio überhaupt nicht haben.
-
Wir wollen rein leuchten undbeleuchten und sagen, worum es geht.
-
Ich spüre,es geht eigentlich schon darum,
-
wer am Schlussvon dieser Vorlage profitiert,
-
über die wiram 22. September abstimmen.
-
Die sog. BVG-Reform, die beruflicheVorsorge in der Pensionskasse.
-
In meinem Legomodell,
-
das ich höchstpersönlichzusammengebastelt habe -
-
nicht, weil ich noch Legozu Hause hätte,
-
sondern, weil ich sie bei unsaus der Requisite geholt habe.
-
Es geht um diese zweite Säule.
-
Wir wollen vertiefen, wem dieseReform tatsächlich etwas bringt.
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Da sind wir gleichbeim springenden Punkt.
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Es ist n i c h t so einfachzu sagen,
-
wer am Schlussvon dieser Reform profitiert,
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weil alles vonverschiedenen Faktoren abhängig ist.
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Wir schauen hin, wem diese Reformzugutekommen soll und wem nicht.
-
In unserem Erklärvideo erfahren Sie,was für Auswirkungen jedes einzelne
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dieser insgesamt fünf Elementedieser Reform hat.
-
Erstens: Senkung desUmwandlungssatzes von 6,8 auf 6 %.
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Für max. ein Drittelder Versicherten
-
führt die Senkung laut Bund grund-sätzlich zu einer tieferen Rente.
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Ungefähr zwei Drittel der Versicher-ten sind nicht direkt betroffen.
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U.a., weil sieüberobligatorisch versichert sind.
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D. h.:Versicherte und ihre Arbeitgeber
-
bezahlen beispielsweise monatlichbereits mehr Geld ins BVG ein,
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als das Gesetz vorschreibt.
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Zweitens: Rentenzuschläge.
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Sie sind als Ausgleichsmassnahme
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für eine Übergangsgenerationvon 15 Jahrgängen vorgesehen.
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Rund 50 % erhalten einen Zuschlagvon max. 200 Fr. pro Monat.
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Finanziert werden die Renten-zuschläge von den Pensionskassen
-
und von allen Versicherten.
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Drittens: Anpassung der Alters-gutschriften, der Lohnbeiträge also,
-
die Arbeitnehmer und Arbeitgeberin die Pensionskasse einzahlen.
-
Laut Bund sind die Auswirkungen
-
stark abhängigvon der individuellen Situation.
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Viertens:Anpassung des Koordinationsabzugs.
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Von dieser Ausgleichsmassnahme
-
profitieren insbesondere Teilzeit-und Mehrfachangestellte,
-
sowie Personen mit tiefen Einkommen.
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Weil neu in jedem Fall 80 % desLohns im BVG versichert sind,
-
können sie mehr fürs Alter ansparen.
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Zudem führt die Anpassung u.U.zu höheren Lohnabzügen.
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Fünftens: tiefere Eintrittsschwelle.
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Davon profitieren in erster LinieTeilzeit- und Mehrfachangestellte,
-
sowie Personen mit tiefen Einkommen.
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Schätzungsweise 100'000 Personen
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wären laut Bundneu oder besser versichert.
-
Zudem führt die Massnahmein der Regel zu höheren Lohnabzügen.
-
Hier haben wir auch eine Zahlmit einigen Nullen.
-
Das sieht doch gut aus,Samira Marti.
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100'000 Personen werden neuoder besser versichert.
-
Das ist doch ein Fortschritt.
-
Es ist eben die Frage,wenn man die Rechnung macht,
-
ob man profitiert oder nicht.
-
Ja, es gibt Verbesserungenfür Teilzeit,
-
Frauen sind insbesondere betroffen.
-
Das sind minimale Verbesserungen,für die man seit Jahrzehnten kämpft.
-
Das sind die letzten Teile.
-
Eine tiefere Eintrittsschwelle,der prozentuale Koordinationsabzug,
-
wobei man dort auch sagen muss,
-
90 % der Kassen haben bereits heuteeinen flexiblen Koordinationsabzug.
-
Auch dort merken wir,
-
dass es nicht merklichzu besseren Frauenrenten führt.
-
Andererseits steht eben diese Sen-kung des Umwandlungssatzes im Raum.
-
Das führt dazu, dass gerade Menschenmit tieferen Löhnen,
-
mit mittleren Löhnen,
-
die vielleicht 10, 15 oder 20 Jahrevor dem Pensionsalter sind,
-
also mitten im Erwerbsleben stehen,
-
dass sie einerseitsdurch diese Massnahmen
-
deutlich mehr Lohnbeiträgezahlen müssen.
-
Wir reden von 100-150 Fr. pro Monat,die fehlen -
-
bei einem Einkommen,das sowieso schon tief ist.
-
Aber es führt nicht automatischzu höheren Renten - im Gegenteil.
-
Für gewisse führt es sogarzu massiven Senkungen.
-
Ich möchteein konkretes Beispiel nennen,
-
weil es ausserordentlich ist.
-
Die Pensionskassen veröffentlichennormalerweise keine Zahlen.
-
Proparis, die Gewerbekassemit 70'000 Versicherten,
-
hat vor einigen WochenZahlen veröffentlicht.
-
Wahrscheinlich,weil sie so schockiert sind,
-
wie schlecht es mit dieser Reformfür ihre Leute aussehen wird.
-
Sie zeigten, dass es z.B. beiCoiffeusen, Kosmetikerinnen über 50
-
für bis zu 80 % von ihnenzu massiven Kürzungen führen wird.
-
Bis zu einem Drittel weniger Rente.
-
Da reden wir sowieso schonvon ziemlich wenig Geld.
-
Das zeigt, dass man nicht einfach
-
eine von fünf Massnahmen rauspickenkann und sie "super" nennen kann.
-
Dann vergisst manden Blick fürs Ganze.
-
Man muss alles zusammenrechnen.
-
Am Schluss macht man einen Strichund dann kommt der Betrag
-
mit Franken und Rappen, waseinen das kostet und was es bringt.
-
Hier profitierteine grosse Mehrheit nicht.
-
Im Gegenteil,für eine grosse Mehrheit
-
führt das zu tieferen Rentenfür mehr Geld.
-
Sie wollen sich melden,Frau Bertschy.
-
Was machen wir jetzt?
-
Ich möchte gerne etwaszu diesem proparis-Beispiel sagen.
-
Dann übergebe ich selbstverständlichdas Wort an meine Kollegin.
-
Sie bedienen sich wiedereines Beispiels
-
von nicht-öffentlichen Zahlen
-
mit nicht-öffentlichen Beurteilungeneiner einzelnen Kasse.
-
Diese Berechnungensind nicht überprüfbar.
-
Einzelne Kassensind nicht repräsentativ.
-
Man kann andere Pensionskassenzur Hand nehmen wie z.B. die Migros,
-
die aufzeigt,dass kaum jemand betroffen ist.
-
Oder die Pensionskasse Basel-Stadt,
-
die wegen einer Anfrageim Grossen Rat veröffentlicht hat.
-
Dort sieht man z.B. ...
-
Darf ich kurz eingreifen,es gibt 1'400 Pensionskassen.
-
Z.B. die Migros-Pensionskasse.
-
Das wollen Siejetzt wahrscheinlich sagen.
-
Von diesen 51'000 Versicherten ...- ... sind weniger als 20?
-
... sind gerade einmal23 Personen betroffen.
-
23 Personen.
-
In Basel-Stadt sind vier Personennegativ betroffen.
-
Mehrere Hundert sind neu versichert.
-
Diese Zahlen, die Sievorhin zeigten, diese 100'000,
-
die neu Zugang haben zueinem privilegierten Vorsorgesparen,
-
deren Familie eine Versicherung hat.
-
Bei Schicksalsschlägen,bei IV, bei Todesfällen.
-
Dann gibt esnoch Tausende von Leuten,
-
die von diesen Rentenzuschlägenprofitieren.
-
Es ist immer die Frage,welche Pensionskassen man anschaut.
-
Das Gesamtbild ist wichtig.
-
Wenn wir noch einmal aufdas Gesamtbild zurückkommen könnten.
-
Deutlich mehr Personen,die eine höhere Rente bekommen.
-
Gerade mit diesen Biografienversichert man Frauen,
-
Teilzeitarbeitendeund kleine Einkommen besser.
-
Wenn man einen grösseren Anteildes Lohns einzahlt,
-
hat man auch eine höhere Rente.
-
Wir haben esFrau Barandun versprochen,
-
ich habe aber nicht vergessen,dass Sie vorhin lachten, Frau Medici
-
Ich frage gleich, warum.- Ist gut.
-
Ich möchte etwas aufnehmen,was Frau Bertschy erwähnt hat,
-
was bis jetzt zu kurz gekommen istund nicht erwähnt wurde.
-
Oder nur am Rande.
-
All jene, die neu versichert werden,die vorher nicht versichert waren,
-
haben jetzt nicht nur die Chance,sich eine Rente aufzubauen,
-
sondern sind per sofort auch gegenTod und Invalidität versichert.
-
Ich glaube, auch dasist eine Errungenschaft,
-
bei der man sagen muss, dassdas wichtig für diese Leute ist.
-
Gerade auch im Tieflohnbereich,
-
dass hier ein gewisser Schutzfür die Familien besteht.
-
Man redet immer nur von den Frauen,ich möchte auch sagen,
-
zunehmend sind auch Männer, die sichan der Familienarbeit beteiligen ...
-
Die Ehepartner teilen sich oder dieFamilie teilt sich die Arbeit auf.
-
Dann betrifft es beide.Dann kumuliert sich das.
-
Deswegen ist das ganz wichtigfür die Zukunft, das hinzukriegen.
-
Dass wir schauen, wohin wir wollen.
-
Am Schluss dient diese Senkungdes Umwandlungssatzes dazu,
-
die Rente wirklich zu sichern.
-
Ich glaube,das muss unser aller Ziel sein,
-
die Renten,die jetzt nicht angetastet werden,
-
aber auch diejenige der Zukunft,zu sichern.
-
Sie fragen, warum ich gelacht habe.
-
Frau Baume-Schneider hatdiese Kampagne am Montag lanciert.
-
Sie sagte: "Wir wissen,was die Auswirkungen im Gesetz sind,
-
und die sind dramatisch."
-
In der Regel kommt dann:"Ja, aber das ist nicht so schlimm,
-
es ist ja niemand betroffen,
-
selbstverständlichhaben wir alle einen Grundsockel."
-
Die von Ihnen, die schon einenPensionskassenausweis haben,
-
kriegen den einmal jährlich.
-
Schauen Sie den an,dort steht das Gesamtguthaben.
-
Es steht aber auch, wie viel davondurch das Gesetz geschützt ist.
-
Bei diesem Teil wissen wir,was passiert.
-
Dann sagte Frau Baume-Schneideretwas Interessantes:
-
"Bei den anderen Sachenwissen wir es nicht genau,
-
fragen Sie Ihre Pensionskassen."
-
Proparis, die Gewerbskasse,hat genau das gemacht.
-
Pensionskassenexperten habenim letzten Jahr überall gemacht.
-
Sie haben geschaut, was passiert.
-
Samira Marti sagte zuvor,was bei den Coiffeusen passiert.
-
Über 80 % der 55-Jährigenhaben Rentensenkungen.
-
Was sie nicht sagte:Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
-
müssen dafür +3 % Lohnbeiträgezahlen,
-
obwohl es nachherschlechtere Renten sind.
-
Das ist jetzt unsere Aufgabe:aufzeigen, was passiert,
-
selbst wenn es nurein Drittel der Versicherten wären,
-
den der Umwandlungssatz direktbetrifft, wie der Bundesrat sagt.
-
Ein Drittel der Versicherten inder Schweiz sind 1,5 Mio. Menschen.
-
Gärtner, Floristinnen, Coiffeusen,Becker, Metzger.
-
Genau die sind brutal betroffen mitdieser Reform von Rentensenkungen.
-
Das haben sie nicht verdient.
-
Sie haben etwas gesagtund aufgenommen,
-
bei dem ichetwas stutzig geworden bin.
-
Als man Bundesrätin Baume-Schneidergefragt hat, wie man vorgehen solle,
-
wenn man selbst herausfindenoder realisieren will,
-
was diese Reformfür einen selbst bedeutet.
-
Das war die Antwort:
-
Ich würde allen raten, sich beiihrer Pensionskassen zu erkunden,
-
wie die Situation aussiehtund wie sie sich entwickeln wird.
-
Ich muss trotzdem sagen:Es ist so eine komplexe Geschichte.
-
Sie sind Expertinnen, wir alsRedaktion haben uns auch informiert.
-
Aber wenn ich jetzt an die jungenMenschen hier im Studio denke,
-
an die Stimmbürger/-innen,denen man wahnsinnig viel zumutet.
-
Und jetzt soll man auch nochselber die Pensionskasse fragen,
-
was es schlussendlich bedeutet.
-
Da braucht es docheine Art BVG-Rechner,
-
wo man mit ein paar Klicks heraus-findet, was das für einen bedeutet.
-
Das Systemist dem Umstand geschuldet,
-
dass jeder seine eigene Kasse hat,
-
wo er und sein Arbeitgeber einzahltund auf dem Rendite gemacht werden.
-
In der Regelmuss man auch voraussagen,
-
was in den nächsten Jahren passiert.
-
Aber glücklicherweise bietetdie Pensionskassen den Service,
-
auch abgesehen von dieser Revision,allen Versicherten.
-
Man kann immerbei der Pensionskasse vorbeigehen.
-
Ich will all den Jungen hier drinsagen: Es empfiehlt sich sowieso,
-
ganz früh anzufangen,sich damit auseinanderzusetzen.
-
Herauszufinden, wie viel man auch inder dritten Säule ansparen müsste,
-
damit es wirklich ein Paket gibt,das gut für einen ist.
-
Das ist sehr wichtig,
-
aber das ist der Individualitätder zweiten Säule geschuldet.
-
Reicht das, der Kontaktmit der eigenen Pensionskasse?
-
Das andere wäre schon optimaler,Frau Bertschy, oder?
-
Es gibt gesicherte Daten,gesicherte Aussagen des Bundesrats,
-
mit 100'000 Einkommen,70'000 Personen
-
werden durch die Senkung derEintrittsschwelle neu versichert,
-
haben Zugang zu diesemprivilegierten Vorsorge-Sparen.
-
So können sie sicheine gute Altersrente ansparen.
-
Und unmittelbarnach Inkrafttreten dieser Vorlage
-
sind sie versichertgegen IV und Todesfall.
-
Ihre Familie jetzt besserabgesichert bei Schicksalsschlägen.
-
Das ist sehr wichtigfür tiefe Einkommen.
-
Die zweite gesicherte Zahlkommt trotzdem aus dieser Studie,
-
die eine repräsentative Datenlageanschaut.
-
Man kann sich darüber streiten,
-
ob der Bundesratin der Verantwortung gewesen wäre,
-
diese Studie und die Quantifizierungdieser Beispiele vorzunehmen.
-
Das ist nicht passiertseitens Bundesamt.
-
Genau darummachten wir das bei der Aliance,
-
weil wir aufgrund von Faktenund repräsentativen Daten
-
beurteilen wollten,nicht aufgrund von Einzelbeispielen.
-
Darum haben wir diese Studiein Auftrag gegeben.
-
Sie zeigt, dass 359'000 Personendurch die BVG-Reform
-
eine höhere Rente erhalten.Rund 275'000 davon sind Frauen.
-
Es profitieren insbesonderediejenigen, die profitieren sollen:
-
Teilzeit- und Mehrfachbeschäftigte,kleine Einkommen.
-
Und es sind viermal mehr Frauen,die profitieren,
-
als Frauen, die weniger erhalten.
-
Doppelt so viele Leute erhalteneine höhere Rente hat eine kleinere.
-
Dieses Gesamtbild muss man beurtei-len bei dieser Abstimmungsvorlage.
-
Dass wir das BVG modernisierenmüssen, wenn man es erhalten will,
-
ist uns allen bewusst.
-
Es gibt Kreise,die das BVG nicht erhalten wollen,
-
weil sie einen anderen Plan haben:die Volkspension einführen.
-
Dann ist es möglicherweiseauch naheliegend,
-
dass man gar nicht will,dass das BVG funktioniert
-
für Teilzeit oder kleine Einkommen,weil man nicht den Plan hat,
-
dass die Säule für alle beiträgt.
-
Man will sie zum Einsturz bringenund in eine Volkspension umwandeln.
-
Das wird uns natürlichimmer vorgeworfen,
-
darauf gehe ich nicht ein.
-
Also ist es falsch?- Natürlich ist das falsch.
-
Im Parlament setzen wir unsdie ganze Zeit dafür ein,
-
dass die Versicherten in derberuflichen Vorsorge besser ...
-
Also, sie hat das gesagt.
-
(Bertschy) Cedric Wermuthhat das gesagt, nicht ich.
-
(Marti) Nein, aber das höre ichschon zum dritten Mal.
-
Ich habe das nie gesagt.
-
Dann muss mir jetzt auchkeine Zitate von älteren Herren,
-
sei es von der Gewerkschaft oder vonmeiner Partei, in den Mund legen.
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Ich möchte, dass die Leute in derzweiten Säule gut versichert sind
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und dass sieeine anständige Rente erhalten,
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wie es in der Verfassung auch steht,
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sodass man den Lebensstandarderhalten kann.
-
Das garantiert die zweite Säuleje länger je mehr nicht mehr.
-
Darum braucht es dringendVerbesserungen.
-
Diese Vorlage macht das Gegenteil.Sie führt zu tieferen Renten.
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Das ist diese Schattenrechnung,die Frau Medici genannt hat,
-
die wir alleauf unserem Auszug haben.
-
Das ist garantiert, das versprichtdas Gesetz. Und das wird weniger.
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Ich möchte noch einmalauf die Zahlen zurückkommen.
-
70'000 sind besser versichert,30'000 sind neu versichert.
-
Neu versichertheisst nicht eine bessere Rente.
-
In erster Linieheisst das höhere Kosten.
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Aber was dann dabei rausschaut,ist die zweite Frage.
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In der Kommission haben wirvom Bundesrat eine Tabelle erhalten,
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in der schöne Beispiele stehen.Diese Tabelle ist öffentlich.
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Man weiss natürlich nicht von jederPerson, wie sie versichert ist,
-
aber man kann mit diesen Zahlenvom Bundesrat arbeiten.
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Da ist die 50-jährige Frau,sie verdient 4'500 Fr. pro Monat.
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Sie bezahlt in Zukunft mit dieserReform monatlich 147 Fr. mehr.
-
Dieses Geld fehltbei einem Einkommen von 4'500 Fr.
-
Sie erhält dafür8 Fr. weniger Rente.
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Das ist nichtwegen des Koordinationsabzugs,
-
dass sie weniger Rente erhält,da sind wir uns ja einig.
-
Es istwegen dieses Umwandlungssatzes.
-
Wir sind einen Punkt weitergekommenmit dieser Abstimmungsvorlage:
-
dass auch die bürgerlichen Parteienjetzt offenbar unisono
-
hinter den Modernisierungsschrittenfür die Frauen stehen.
-
Aber es braucht die Senkungdes Umwandlungssatzes nicht mehr.
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Jede Person aus der Praxis,aus der Branche sagt,
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die Tiefzinszeit sei vorbei.
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Die garantierten Renten zu senkenin einer Zeit,
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in der die Zinsen und Preisesteigen, ist aus der Zeit gefallen.
-
Wenn die Modernisierungselementeauf bürgerlicher Seite
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doch so unbestritten sind -
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wir stehen seit Jahrzehntenfür sie ein -, machen wir sie doch.
-
Dafür müssen wir sie nicht
-
zusammen mit einemallgemeinen Leistungsabbau machen.
-
Noch ein letzter Satz:Ja, es gibt Leute, die profitieren.
-
Es sind 20-jährige Frauenaus dem Tieflohnsektor,
-
die monatlich 3'000 Fr. verdienen.
-
Ich möchte nicht, dassdie 20-jährigen Frauen von heute
-
ihr Leben langeinen Lohn von 3'000 Fr. haben.
-
Dafür setzen wir uns zusammen ein -dass es bessere Kita-Plätze gibt,
-
dass mandie Vereinbarkeit stärken kann,
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dass die Betreuungsarbeitfairer verteilt wird
-
zwischen Mann und Frau.
-
Für die 20-jährige Frauen,evtl. in 40 Jahren,
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eine etwas bessere Renteherauszuholen
-
und dafür eine ganze Generationzu vernachlässigen -
-
die ganze verlorene Generation,die weder Fisch noch Vogel hatte -,
-
das geht nicht.
-
Ich will den Blick noch einmalaufs Gesamtbild lenken.
-
Wir haben eine Vorlage,die viele Anliegen beinhaltet,
-
die wir schon seit vielen Jahrenalle teilen,
-
die jetzt erfüllt werden.
-
Vielleicht nicht in jedem Bereichgenau so,
-
wie es jede Partei gerne hätte.
-
Aber ich glaube, wir sind alle einenSchritt aufeinander zugekommen.
-
Schweizerischer Kompromiss - denhaben wir zu Beginn schon genannt.
-
Ja, so funktioniert die Politik.
-
Ich will noch etwas sagen:Seit Jahren diskutieren wir darüber,
-
dass die älteren Arbeitnehmer aufdem Arbeitsmarkt benachteiligt sind,
-
weil sie höhere Einzahlungenin die Pensionskasse machen müssen,
-
entsprechend auch ihre Arbeitgeber.
-
Darum hätten sie Schwierigkeiten,eine neue Stelle zu finden.
-
Dieses Anliegenwird jetzt auch endlich aufgenommen.
-
Wenn wir jetztalles wieder über den Haufen werfen,
-
sind wir auch da wieder auf Feld 1.
-
Ich halte den Kompromissfür ausgewogen.
-
Gerade in diesem Punkt bringt erälteren Arbeitnehmern sehr viel.
-
Machen wir doch den Reality-Checkbei Ihnen.
-
Sie sind auch Präsidentinvom Gewerbeverband der Stadt Zürich.
-
Sie können nunein Bekenntnis ablegen,
-
dass Ihre Mitglieder in Zukunftbei einem Ja zu dieser BVG-Reform
-
einen besonderen Blick aufältere Arbeitnehmende legen werden.
-
Meine Mitglieder in der Stadt Zürichmüssen schon lange
-
einen besonderen Blickauf ältere Arbeitnehmer werfen,
-
weil sie Schwierigkeiten haben,
-
gut ausgebildete Leutein ihrem Bereich zu finden.
-
Wir haben zu wenig Leute,
-
die eine duale Berufslehre absol-vieren und einen Beruf erlernen,
-
den wir bei uns bei denMitgliederverbänden brauchen können.
-
Ich bin überzeugt,dass meine Mitglieder
-
ältere Arbeitnehmergerne einstellen.
-
Wir ältere Semester -ich spreche von mir -
-
haben im Momentrelativ hohe Lohnbeiträge
-
und sind damit teuerfür die Arbeitgeber.
-
Ja, das ist im Massengeschäftv.a. ein Thema,
-
wo sie viel Auswahl haben.Das haben wir nicht.
-
Ich möchte noch einmal wegkommen
-
von der aktuellen InnenministerinElisabeth Baume-Schneider.
-
Denn ihr Vorgängerhat im Zusammenhang der BVG-Reform
-
auch etwas Interessantes gesagtnach dem knappen Ja zu AHV 21.
-
Er hat das in Aussicht gestellt
-
zusammenmit anderen Politiker/-innen:
-
Dieses knappe Resultat ist auchein deutliches Signal ans Parlament
-
und an den Bundesratfür eine Altersvorsorge,
-
in der die Frauennicht diskriminiert werden.
-
Und dafür braucht man dringlicheine gute Reform der zweiten Säule.
-
Das sagt der frühere Bundesrat undInnenminister und seit dieser Woche
-
frischgebackene Generalsekretärdes Europarats.
-
Die Frauen sollen mit dieser Reformnicht mehr diskriminiert sein.
-
Schade, haben Sie nicht
-
sein zweites Zitataus dem Ständeratsplenum genommen.
-
Kurz vor der Schlussabstimmunghat er dem Parlament gesagt:
-
"Liebe Parlamentarierinnen undParlamentarier, das ist wirklich
-
eine schlechte Leistung, die Sieerbracht haben mit dieser Reform."
-
"Es hat nichts zu tun mit diesemKompromiss, es ist ein Abbau."
-
"Es wurde unerkennbar."
-
"Gesetzgeberisch wurde einfachschlechte Pfuscharbeit geleistet."
-
In dieser Deutlichkeit habe ichselten einen Bundesrat reden gehört.
-
Aber dieses Zitat gibt es.
-
Etwas will ich noch anfügen:
-
Wir haben vorherdie Frage gestreift ...
-
Das brauchen wir nicht,
-
die Pensionskassenbrauchen es offenbar nicht.
-
Aber was passiert,wenn wir es haben?
-
Wir werfen die Pensionskassenan vielen Orten wieder zurück.
-
Denn sie müssen dieses Monsterwieder umsetzen.
-
Ich sitzein verschiedensten Stiftungsräten.
-
Dort heisst es immer, man wolleden 22. September abwarten,
-
weil man nicht wisse, was sonst nochalles an Arbeit auf sie zukommt.
-
Es ist der Horror.
-
Was wirklich auf die Pensionskassenzukommen würde -
-
das ist nämlich spannendund hier wichtig -, Kaufkraft.
-
Heute geht es den Pensionskassenso gut,
-
dass sie die Reserven voll haben.
-
Vielen Kassen sind an dem Punkt,wo sie jetzt gesetzlich gesehen
-
den Teuerungsausgleich für Rentnerbeschliessen müssten.
-
Und der ist dann während Jahren weg,
-
wenn man zuerstdiese Reform umsetzen
-
und die komplizierte, ineffizienteÜbergangsregelung finanzieren muss.
-
Wir sind wiederbeim Bürokratiemonster angelangt.
-
Hohe Renditenkommen den Versicherten zugute.
-
Die landen bei uns im Kapital,die geben eine höhere Rente.
-
Ich will noch mal auf das Votumvon Frau Marti zurückkommen.
-
Sie hielt vorher eigentlichein Plädoyer für eine Volkspension.
-
Die Aussage von vorher, dass Siedoch eine Volkspension möchten,
-
die stammt nicht von mir,
-
die hat Cedric Wermuth mal gemachtim "Feusi Federal" Ende 2021.
-
(Marti) Bin ich Cedric Wermuth?- Es ist Ihr Parteipräsident.
-
Haben Sie ihn mit "ältere Herren"gemeint, Cedric Wermuth?
-
Ich sage jetzt lieber nichtszu Cedrics Alter.
-
Aber ich bin auf jeden Fall Samira,nicht Cedric.
-
(Bertschy) Der Sozialpartner-Kompromiss, das sei die Vorlage,
-
das Parlament könne diese nehmen,wenn es diese nicht nimmt,
-
dann kommt Volkspension.Darum geht es euch.
-
Ihr wolltkeine tragende zweite Säule,
-
die auch funktioniertfür Teilzeit und kleine Einkommen.
-
Das ist genau das,was das Parlament gemacht hat.
-
Es ist ein sehr guter Kompromiss,der die Umwandlungssatzsenkung dort,
-
wo es sie noch braucht, vornimmt.
-
im Gegenzugbezahlt sie Rentenzuschläge.
-
Sie modernisiert das Sozialwerk,
-
sodass esfür diejenigen funktioniert,
-
für die es bishernicht funktioniert.
-
Das ist ein wichtiger Schritt.
-
Frau Bertschy,man muss schon fair bleiben.
-
Wenn wirüber diese Vorlage sprechen,
-
müssen wir nichtin der Mitte der Parlamentsdebatte
-
zu rechnen beginnen,dann gehen wir zurück an den Anfang.
-
Und das war der Vorschlag desBundesrats, das war ein Kompromiss,
-
der sog. Sozialpartner-Kompromiss.
-
Das ist in der Schweizeigentlich eine heilige Kuh.
-
Wenn die Arbeitgeber undArbeitnehmer zusammen am Tisch sind
-
und etwas ausarbeiten, von dem beidesagen, sie können dahinter stehen.
-
Darauf sind wir ganz stolz.
-
Dann braucht es nicht immerdie Politik und den Staat,
-
die sich einmischen und das Gefühlhaben, sie wissen alles besser.
-
Normalerweise ist man froh,wenn sich die beiden Seiten finden.
-
Dann sagt man,dass es gut für die Wirtschaft ist,
-
aus der Praxis bestätigt,und dann macht man es so.
-
Das hat der Bundesratdann auch so beschlossen.
-
Keine SP-Mehrheit, im Gegenteil.
-
Der Bundesrat, FDP, SVP, Mitte, SPhaben zusammen gesagt:
-
"Gut, wenn die Sozialpartner sagen,sie haben etwas gefunden,
-
dann machen wir das so."Bis das Parlament kam.
-
Dann begann das Parlament,das zu verhunzen.
-
Das ist der Grund, wieso derehemalige Bundesrat Alain Berset
-
so deutliche Worte gefunden hat.
-
Diese Idee einesausgewogenen Kompromisses heisst,
-
allen die Renten zu garantieren,nicht einfach
-
50- bis 65-jährige Leuteim kalten Wasser stehen zu lassen.
-
Man schaut für alle Generationen
-
und spielt auch nichtdie jüngeren Arbeitnehmenden
-
mit den älteren Arbeitnehmendengegeneinander aus.
-
Man schaut,dass alle in der zweiten Säule ...
-
Das ist übrigens nicht privatesSparen, sondern kollektives,
-
weil wir zusammen diebessere Rendite erarbeiten konnten.
-
Wir haben auch nichtsgegen die Rendite gesagt.
-
Wir schauen,dass es den Leuten dort gut geht -
-
und zwar allen Generationen.Das begann man zu zerreissen.
-
Den Sozialpartner-Kompromissgibt es nicht mehr.
-
Aber das jetzt als Kompromiss zubezeichnen, finde ich nicht ehrlich,
-
wenn man die ganze Geschichteder Vorlage anschaut.
-
Das ist die "Arena" zur BVG-Reform,
-
es ist noch nichtdie "Abstimmungs-Arena".
-
Die gibt es dann im September.
-
Mit dabei ist dann die zuständigeBundesrätin Baume-Schneider.
-
Sie wird die Haltung von Regierungund Parlament vertreten.
-
Aber gerade wenn esum die Altersvorsorge geht,
-
dann steht das Stimmvolkauch nicht immer hinter dem,
-
was Bundesrat und Parlament wollen.
-
Das haben wirbei der 13. AHV-Rente gesehen.
-
Aber was heisst dasfür die kommende Vorlage?
-
Die "NZZ" schrieb:
-
Wie schlimm, Frau Barandun,wäre ein Nein zu dieser Reform?
-
Ist das ein Weltuntergang?
-
Ein Weltuntergangist es natürlich nicht.
-
Aber ich fände es sehr schade,wenn alle berechtigten Anliegen,
-
die wir nun diskutiert haben ...
-
Und ich glaube, bis auf denUmwandlungssatz sind wir uns einig.
-
Vielleicht nicht ganzbeim Tieflohnbereich.
-
Aber das sindganz wichtige Anliegen,
-
die sehr viele Leute betreffen.
-
Und wenn diese Vorlagenicht angenommen wird,
-
werden diese Anliegenwieder um Jahre zurückgeworfen.
-
Ich glaube, wir müssen daranarbeiten, die Leute zu überzeugen,
-
dass in obligatorischen Bereich -und das ist ein kleiner Teil -
-
die Senkung nötig istund auch ausgeglichen wird
-
durch die Übergangsmassnahmen.
-
Wenn man ein bisschenweitsichtig ist, weiss man,
-
dass man diesen Schrittzur Erhaltung der Säule machen muss.
-
Man muss sie modernisieren,in die Zukunft führen.
-
Davon ist die demographischeEntwicklung ein Teil.
-
Wenn man die Jungennicht im Stich lassen will,
-
muss man das auchin dieser Altersvorsorge machen.
-
Gabriela Medici,als die Vertreterin,
-
die das Referendum ergriffen hat:
-
Wenn ich das, was Frau Barandunsagt, richtig verstehe,
-
spricht sie Ihnen eigentlichdie Weitsicht ab.
-
Das ist interessant, denn wenn maneine Umwandlungssatzsenkung macht,
-
dann dauert es 20 Jahre,bis sich irgendetwas verändert.
-
Ich bin zuversichtlich,dass das Parlament
-
mit einer gescheiten Vorlage fürTeilzeitbeschäftigte schneller ist.
-
Die Schwierigkeit ist:
-
Wir haben eine zweite Säule,das ist Zwangssparen.
-
Sozialversicherung,solidarisches Zwangssparen.
-
Die Frage ist: Lassen wir diesenSelbstbedienungsladen weiterlaufen?
-
Wenn wir ehrlich sind, das ist das,
-
was wirklich passiert isthinter den Kulissen im Parlament.
-
Man hat das Projekt von denSozialpartnern, vom Bundesrat
-
hat man zerrissen, weil man wollte,
-
dass man weitergut Geld verdienen kann.
-
Jegliche Vorschlägemit einer Effizienzkontrolle,
-
wo die Finanzindustrie sichnicht weiter selbst bedienen kann
-
an dieser zweiten Säule ...
-
Nochmals, 1 Billion Fr., damitkann man viele Geschäfte machen.
-
Das ist Geschäftemacherei.
-
Wir brauchen eine Vorlage,die das unterbindet.
-
Das ist es, was die Versicherten undehrlicherweise auch die Arbeitgeber
-
wirklich verdienen.
-
Dass die Finanzindustriesich für sich selbst einsetzt,
-
ist ja schön und recht,aber als Vertreterin von Bäckereien,
-
von denen wir wissen,dass sie mit dieser Reform
-
von einem Tag auf den andereneine Verdoppelung der Lohnkosten ...
-
Das sind reale Zahlen, genau wie esFrau Baume-Schneider gesagt hat.
-
Schauen Sie es nach.Das müssen wir verhindern.
-
Und das müssteauch im Gewerbe klar sein.
-
Bäckereien und Metzgereien sindübrigens auch darum sehr skeptisch.
-
Das war jetzt ein rechter Trittans Schienbein, finde ich,
-
wenn Frau Medici Ihnen,Frau Bertschy, vorwirft,
-
dass es Ihnen nur um Geschäfte-macherei geht bei dieser Revision.
-
Sie bestreiten das,das ist mir klar.
-
Aber wäre es schlimm,wenn es nicht durchkommen würde?
-
Der Sozialpartner-Kompromiss istnicht durch das Parlament gekommen -
-
und in unserem Land macht immer nochdas Parlament Gesetze -,
-
weil er eine Vermischungder zwei Säulen vorsah.
-
Das wollte das Parlament nicht.
-
Darum hat manden Kompromiss geschmiedet.
-
Für mich ist eseine einmalige, verpasste Chance,
-
wenn wir diese Reformnicht annehmen.
-
Zum einen ist esein jahrzehntealtes Anliegen
-
der Frauenorganisationen, endlichden Koordinationsabzug anzupassen,
-
dass man die Eintrittsschwellesenkt und sie besser versichert.
-
Das ist nicht nur die Alliance F,die das unterstützt,
-
es ist auchder Katholische Frauenbund,
-
die Bäuerinnen und Landfrauen -
-
all die grossen Dachverbändeunterstützen das.
-
Man muss realistisch und pragmatischbleiben.
-
Es wird keine Reform geben,
-
wo man den überholtenUmwandlungssatz nicht mit anpasst,
-
also wo es gelingt, dieTeilzeit- und Mehrfachbeschäftigten,
-
die kleinen Einkommen endlich fairin der Pensionskasse zu versichern,
-
ohne dass der überholte Teildes Umwandlungssatzes
-
nicht auch noch mit angepasst wird.
-
Dort machen wir Rentenzuschläge,um das auszugleichen.
-
Das ist fair. Und für michist es eine verpasste Chance.
-
Die ist einmalig,wir sollten sie packen.
-
Und es ist eine ganz breite Allianz,die das mitträgt.
-
Ich habe vorherFrauenorganisationen genannt,
-
aber es ist auch das Gewerbe, dieWirtschaft, es sind die Parteien -
-
GLP, Mitte, FDP, SVP,
-
grüne Basellandhaben auch eine Ja-Parole gefasst.
-
Eine breite Allianz unterstütztdiese Reform - aus guten Gründen.
-
Dort macht die SP nicht mit,
-
sondern stellt sich logischerweiseauf die Seite der Gewerkschaft.
-
Samira Marti, "zurück auf Feld 1",wenn das passiert am 22. September,
-
was ist dannein konstruktiver Vorschlag,
-
dass es trotzdem weitergehen würde?
-
Der Fortschritt bei dieser Debattewäre bei einem Nein,
-
dass man offensichtlichvon links bis rechts -
-
neu ist v.a., dass die bürgerlichen,rechten Parteien dafür sind -
-
die angesprochenen Modernisierungs-schritte machen würde.
-
Aber die Senkung desUmwandlungssatzes wäre vom Tisch.
-
Es wäre auch nicht das erste Mal,
-
dass das Stimmvolk eine Vorlageaus dem Parlament ablehnt.
-
Das macht unser Landund die direkte Demokratie aus.
-
Es gibt zig Beispieleaus der Geschichte dieses Landes,
-
die zeigen,dass es nicht so schlecht ist,
-
dass die Bevölkerungkorrigieren kann,
-
wenn im Parlament überdreht wurde.
-
Dann kommt eine bessere,ausgeglichenere Vorlage.
-
Ein prominentes Beispiel
-
ist das klare Neinzur Unternehmenssteuerreform 3.
-
Mit der sog. STAF-Vorlage wurde dannein Kompromiss geschmiedet,
-
den die Bevölkerungmehrheitlich akzeptierte,
-
da etwas für alle dabei war.
-
Das ist auch das Stichwort:das Allgemeinwohl,
-
das nichtaus dem Zentrum geraten darf.
-
Das Stimmvolkentscheidet schlussendlich
-
und diesesals nicht weitsichtig zu bezeichnen,
-
finde ich auch relativ schwierig.
-
V.a. wenn am Schluss alle für sichselber die Rechnung machen können
-
und es total legitim ist, zu sagen:"Wir stärken nicht die AHV im März
-
und kürzen im September die Renten."
-
Gerade in Zeiten, wo allesteurer wird, ergibt das keinen Sinn.
-
Samira Marti, Gabriela Medici,Kathrin Bertschy, Nicole Barandun,
-
vielen Dankfür diese informative Diskussion.
-
Wie war es für Siein dieser Premiere, Frau Barandun?
-
Kommen Sie wieder einmal?
-
Ja, jetzt am Schlusswar ich ganz entspannt.
-
Am Anfangwar ich schon etwas nervös.
-
Da muss man sich überlegen, ob derModerator alles richtig gemacht hat,
-
wenn die Gäste am Schlussso entspannt sind.
-
Mal schauen, vielleicht steigtder Puls jetzt noch einmal ...
-
(Marti) Vielleichtweil wir eine Frauenrunde sind.
-
... denn eine Fraunoch weit weg vom Pensionsalter
-
hat die Debatte zur BVG-Reformmit Argusaugen beobachtet.
-
Sie macht sich noch immer Notizen.
-
Aus all dem gibt es jetzt etwas,bei dem ich mich jedes Mal frage,
-
wie man das in kürzester Zeitlive hinkriegt.
-
Das ist der Beweis, dass es geht.
-
Ich bitte Patti Basler, auf ihrePosition zu gehen für ihr Protokoll,
-
begleitetvon einem ohrenbetäubenden Applaus.
-
Wieso sind die Männernicht gekommen?
-
Vielleicht haben sie einfachauf dem Spielplan falsch geschaut
-
und haben gedacht,es sei heute ein EM-Spiel.
-
Aber ich würde sagen bad karma,liebe Sekundärschulklassen,
-
das Themakönnte nicht schlechter passen,
-
es geht um Boomer.
-
Und was langweilt euch noch mehr?Es geht um das Renten-ABC.
-
AHV, SGB und BVG, auch für die Frausoll's mehr geben, sagt die GLP.
-
Doch das wird so nicht geschehen,das sagt die SP.
-
Bevor wir stimmen,wüssten wir gern mehr.
-
Also, liebe Kids, es gebe für dieseVorlage keinen Schönheitspreis,
-
hiess es an dieser Stelle.
-
Trotz vier Frauen ist es also dochnicht Switzerland's next top Modell.
-
Es sind zwar vier hotte Frauen -die sieht man hier -,
-
doch in der Mitte hat es einen Bro.
-
Einen Bro, einen Brotz.
-
Typisch für einen einzelnen Mannund sein Ego:
-
Die Frauen kämpfen,der Bro spielt Lego.
-
Am Schluss gibt es ein Voting,wenn das Ganze dann endet.
-
Es ist klar, dass man hierden Bachelor sendet.
-
Der Bachelor, er hat ein Legohausmit drei fetten Säulen,
-
und die Frauen wollen einziehen,könnt ihr es spüren?
-
Die erste Säule zahlen wir alle,Mann, non-binär, Nemo oder Frau,
-
die erste Säule heisst nämlich AHV.
-
Das ist so eine Art Überlebenshilfe
-
für jeden old boy und jede MILF,jede GILF.
-
Also, GILF ist einfach:Grandmother, I'd like to finance.
-
Wieso lachen auch die Lehrpersonen?
-
Euren Suchverlaufwill ich mal sehen.
-
Die Säulen sind nicht aus Legoin der echten Welt,
-
die Säulen sind aus purem Geld.
-
Die zweite Säule, BVG,um die geht es,
-
die bezahlen wir mit unserem Lohnund einen Teil davon
-
bezahlen die Arbeitgeberinnenund das heisst Pension.
-
Und für das gibt es jetztdieses Voting über diese Revision.
-
Die dritte Säulevergessen wir ein bisschen,
-
die ist sowieso nurfür die rich kids.
-
Die zweite Säule wird nun umgebaut,das ist Sache.
-
Und jede Bachelor-Kandidatinwill es anders machen.
-
Kathrin sagt:"Hey, besser das als nichts,
-
voted für mich und für die Revision,
-
so gibt es auch für Leutemit ganz wenig Lohn eine Pension."
-
"Die Schwelle dieserBachelor-Pension wird dann tiefer
-
und auch Coiffeuse-Brigitte
-
kann so in diese Villaüber diese Schwelle schreiten."
-
"Sagt Ja."
-
Samira sagt: "Voted für michund gegen die Revision,
-
wir bezahlen für diese Säule sonstviel zu viel Prozent vom Lohn."
-
Also, Bro-Zent, oder?
-
"Für euch 20-Jährigegibt es dann weniger Kohle,
-
nur damit ihr erst in 50 Jahreals GILF etwas mehr könnt holen?"
-
"Nein."
-
Barandun sagt:"Voted Ja und für mich."
-
"Denn Gesunde und Weitsichtigesehen, wo das Tor ist."
-
"Die Säulenfinanzierungist obligatorisch."
-
"Und für die Jungen ist es gut,wenn das Haus muss eben
-
auch mit diesen drei Säulenganz lange halten."
-
Und am Schluss sagt sie noch keck:"I'll be back."
-
Medici sagt: "Voted für mich."
-
"Schon Berset hat gesagt, man habeuns mit dieser Revision reingelegt."
-
"Und wie Marti erwarte ich,dass auch die Frauen profitieren,
-
die nicht allesin den Beruf investieren,
-
sondern die,die die Villa vom Bachelor putzen
-
und die Windeln wechseln -solche change manager."
-
Und liebe Sek-Klassen,ihr fragt vielleicht:
-
"Yo, Bro, was gibt's,wem gehört eigentlich diese Villa?"
-
"Wer hat den Rizz und den Besitz?"
-
Ja, liebe Kids, die erste Säule,zweite Säule, dritte Säule -
-
Eintrittsschwelle:Tresor mit Lohnkasse.
-
Die Villa gehört sowieso schon langeder Pensionskasse.
-
Herzlichen Dank.
-
Ich kriege immer gerne von PattiBasler den Spiegel vorgehalten.
-
Vielen Dank, dass Sie alle zusammenmeine Gäste waren.
-
Auf diesem Sendeplatz gibt esden Sommer über ein Sommerprogramm.
-
Wir von der "Arena"hecken schon einmal aus,
-
was wir ab dem 23. Augustwieder vorhaben mit Ihnen -
-
wie wir Sie anregen oder vielleichtauch aufregend wollen, je nach dem.
-
Das alles ist nur mit einemgrossartigen Team im Rücken möglich,
-
von der Technik, Produktion,Regie und Redaktion.
-
Dann möchte ich mich heute vom Mannin meinem Ohr verabschieden,
-
der ab und zu mal etwas sagt,das ist Christoph Leisibach.
-
Er hat die "Arena" heutezum letzten Mal produziert.
-
Er übergibt an Chiara Stäheli,
-
die die Sendung auchmitproduziert hat.
-
Leisi, danke für deine Riesenarbeit.Viel Erfolg in Zukunft.
-
Du bleibst dem Haus ja erhalten,gehst in den Newsroom.
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Mal schauen,ob es dort so toll ist wie bei uns.
-
Wir werden das herausfinden undin Kontakt bleiben. Viel Glück.
-
Ich bedanke mich von Herzenbeim ganzen Team.
-
Ich verweise auf die Zusammenfassungvon dieser Arena
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in der SRF News App und auf srf.ch.
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Ich werde Sie auchin den kommenden Wochen und Monaten
-
auf Instagram auf dem Laufendenhalten, was wir so aushecken.
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Bleiben Sie uns treu,bleiben Sie kritisch, hopp Schwiiz
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und gute Nacht aus dem Studio 8.
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SWISS TXT / Accessibility ServicesNina Oeggerli, Kira Euler,Julia Böhm, Lisa Pfeiffer
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Hauptfarben
Hauptfarbe pro Frame.
Anzahl Worte
Total Worte: 10651
Worte pro Minute: 143
Sentiment
- 1 = Positiv (7%)
- 0 = Neutral (82%)
- -1 = Negativ (12%)