Analysen (Tab-Liste)
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Episode (Inhalt)
- Titel
- Harris oder Trump: Wer ist besser für uns alle?
- Lead
- Die heisse Phase des US-Wahlkampfs beginnt. Die Präsidentschaftswahl vom 5. November 2024 sorgt auch hierzulande für Gesprächsstoff. Was bedeutet die Wahl für die Schweizer Wirtschaft und die Sicherheit weltweit?
- Publikationsdatum
- 23.08.2024 20:25
Transkript (Inhalt)
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Was für ein Sommer in den USA:
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Das Attentat auf Donald Trump,der Rückzug von Joe Biden
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und Kamala Harris alsPräsidentschaftskandidatin.
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Was bedeuten die US-Wahlenfür die Welt und für die Schweiz?
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Darüber müssen wir reden.
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Mit Live-Untertiteln von SWISS TXT
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Heute in der "Arena":
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Sibel Arslan,
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Vizepräsidentin AussenpolitischeKommission des Nationalrats.
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Sie sagt:
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"Die USA hat die Wahl zwischeneinem verurteilten Rechtspopulisten
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und einer engagierten Demokratin."
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"Die Signalwirkung ist gross -auch für die Schweiz."
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Markus Somm,Chefredaktor "Nebelspalter", sagt:
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"Donald Trump ist besser für dieSchweiz und den gesamten Westen."
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"Mit seiner Aussen- undSicherheitspolitik stärkt er die USA
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als wichtigen Weltpolizisten."
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Rauhl Sahgal, CEO Schweizerisch-Amerikanische Handelskammer, sagt:
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"Die USA sind der wichtigsteHandelspartner der Schweiz."
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"Eine gute Beziehung istfür die Schweiz und ihre Wirtschaft
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von grosser Bedeutung."
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Claudia Franziska Brühwiler,Professorin für amerikanische Kultur
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und Politikan der Universität St. Gallen, sagt:
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"Momentan ist der Hypeum Kamala Harris gross."
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"Entscheidend wird jedoch sein,wie die beiden Kandidierenden
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mit dem Wahlkampfthema Nr. 1umgehen - der Inflation."
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Die "Arena",moderiert von Sandro Brotz.
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Guten Abend, herzlich willkommen,liebe Zuschauer/-innen.
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Danke, merci.
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Schön, wiederin meinem Wohnzimmer zu stehen.
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Schön sind Sie zu Besuch, zu Hause,in der Runde und im Publikum.
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Im Publikum haben wir heute Abenddas Gymnasium Neufeld aus Bern
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und die zweite Sekundarschuledes Schulhauses Waidhalde Zürich.
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Auch im Publikum sehen Sie heutewieder unsere Protokollantin.
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Ich freue mich schon auf dieZusammenfassung unserer USA-"Arena"
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am Schluss.
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Einen tosenden Applaus
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für die wunderbare,einzigartige Patti Basler.
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Es ist nicht einfach nur ein Büro,
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sondern das Bürodes mächtigsten Mannes dieser Welt -
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oder vielleicht auch baldder mächtigsten Frau der Welt?
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Das Oval Office.
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Übernimmt Kamala Harris von JoeBiden, oder kommt Donald Trump
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zurück in dieses Büro?
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Das möchten wirheute Abend diskutieren.
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Darf ich Sie fragen:
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Macht es für Sie einen Unterschied,wer am Schluss im Oval Office sitzt?
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Es macht sicher einen Unterschied.
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Es ist unserwichtigster Handelspartner.
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Es gibt drei Konflikteauf dieser Welt.
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Es wird entscheidend sein,wer Präsident/-in wird.
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Wer soll es aus Ihrer Sicht an sein?
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Ich bin noch nicht sicher,wem ich die Stimme geben würde.
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Ich lasse mich überraschen,was die Experten heute Abend sagen.
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Nicht abgesprochenhatte ich ein gutes Gespür.
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Jemand, der das Ende der Sendungnoch abwarten möchte.
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Darf ich vielleicht noch Sie fragen,eine jüngere Stimme?
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Verfolgen Sie diesen Wahlkampf?
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Nicht aktiv.
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Mein Freund erzählt mir immerdie neuesten News.
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Es wird sicher mega spannend.
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Wer wäre Ihre präferierte Wahl?
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Definitiv Kamala Harris.- Wieso?
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Ich glaube,eine Demokratin ist sehr wichtig.
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Eine Frau.
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Ich sehe viel Potenzial in ihrund wäre auch sehr froh,
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wenn es nicht Trump werden würde.Ganz ehrlich.
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Klare Haltung, vielen Dank, dass Siesich von mir überfallen liessen.
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Wir haben heute eine gemischteRunde, etwas Spezielles heute Abend.
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Aus der Politik, aus der Wirtschaft,aus der Wissenschaft
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und aus den Medien.
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Das ist Markus Somm, Chefredakteurvom "Nebelspalter" und USA-Kenner.
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Sie haben in Harvard studiert.
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Wer wird nach den Wahlen des 5.Novembers ins Oval Office einziehen?
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Das ist sehr schwierig zu sagen.
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Vor mehreren Wochen sah es so aus,als würde Trump gewinnen.
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Denn Joe Bidenhat angeschlagen gewirkt.
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Mit der neuen Kandidaten KamalaHarris ist das Spiel völlig offen.
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Was aber vielen Leuten in Europanicht bewusst ist:
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Es kommtauf unglaublich wenige Leute an.
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Die letzte Wahl wurde von 44'000Stimmen in drei Staaten entschieden.
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Nur drei Staaten,Wisconsin, Arizona und Georgia.
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Es geht um ganz wenig.
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Wenn Elon Musk die ganze Orga-nisation der Republikaner bezahlt,
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so wie es Mark Zuckerbergletztes Mal für die Demokraten tat,
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wird Trump gewinnen.
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Schlussendlich geht es nur darum,wer besser mobilisiert.
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Die Briefwahl ist ein neues Phänomenfür die Amerikaner.
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In den letzten vier Jahrenhat sich das etwas verändert.
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Vor vier Jahrenwussten die Republikaner nicht,
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wie man damit umgeht.
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Jetzt sehen wir dann,ob sie es gelernt haben.
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Schlussendlich wird Elon Muskder entscheidende Mann sein.
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Spannende,interessante erste Einschätzung.
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Sibel Arslan,Vizepräsidentin der Grünen Partei
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und auch der AussenpolitischenKommission des Nationalrats.
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Sie waren mehrmals in der USA,haben auch Freunde dort.
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Wie schlimm fänden Sie es,ganz ehrlich,
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wenn Donald Trump schlussendlichwieder im Weissen Haus wäre?
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Schlimm fände ich es für dieDemokratie und die Ausstrahlung,
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die er gegenüber der Weltsignalisieren würde.
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Es ist auch wichtig, zu sehen,
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dass sich zwei gegensätzliche Polegegenüberstehen.
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Auf der einen Seite zum ersten Malin der Geschichte eine Frau,
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die für die USA gewählt werdenkönnte.
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Eine, die sichfür Rechtsstaatlichkeit, Demokratie
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und gegen die verurteilten Menscheneinsetzt.
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Und auf der anderen Seite ein Sexistund Rassist.
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Einer, der rassistische Bemerkungenmacht, die Gesellschaft spaltet
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und verurteilter Rechtspopulist ist.
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Dementsprechendist es natürlich klar,
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dass ich mir bei alldiesen Qualifikationen erhoffe,
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dass zum ersten Maleine Frau gewählt wird.
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Ein Sexist und Rassist,sagt Frau Arslan.
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Das kann alles sein,aber das ist nicht der Punkt.
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Wenn es so wäre, wäre erwahrscheinlich nicht Kandidat.
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Man muss sich fragen, wieso Trumpüberhaupt wieder hier ist.
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Vor vier Jahren,gerade nach dem 6. Januar,
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dachte ich, es sei vorbei mit ihm.
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Ich dachte,dieser Mann ist politisch erledigt.
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Jetzt ist er wieder da, wieso?Weil die Demokraten versagt haben.
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Sie haben vier Jahre langeine schlechte Politik gemacht.
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Die Hälfte der Amerikanerfindet es nicht gut.
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Die Inflation wurde angesprochen.
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Das ist eines der grössten Problemefür die Amerikaner.
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Hier haben die Demokraten versagt.
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Aus europäischer Sicht ist natürlichdie Sicherheitspolitik Thema.
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Aber die Demokratenhaben vor vier Jahren gewonnen,
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sie hatten einen unglaublichen Sieg.
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Jetzt sind sie wiederam gleichen Ort.
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Warum? Sie haben vollkommen versagt.
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Einen schlechteren Präsidentenals Joe Biden
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gab es schon lange nicht mehr.
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Ich möchte die Demokratenjetzt nicht gerne verteidigen,
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aber man muss etwas korrigieren.
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Joe Bidenhat zum einen den Fehler gemacht,
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dass er die Trump-Regierungsführungbis zu einem gewissen Grad übernahm.
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Die Demokratenhaben es nicht geschafft,
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den Aufschwung und alle positivenVeränderungen aufzuzeigen,
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die sie gebracht haben.
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Ich finde sehr gefährlich,
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wenn schlussendlichdie rechtspopulistischen Kampagnen
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mehr Wirkung zeigenals der effektive politische Inhalt.
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Diesbezüglich hätten die Demokratenvielleicht auch
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mehr Shows machen müssen.
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Oder haben Sie es vielleicht richtiggemacht,
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indem sie sichauf die Politik konzentrierten?
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Ich bin eherfür die zweite Variante.
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Ich bin völlig einverstanden.
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Wenn wir jemanden wie Trumpals Bundesratskandidat hätten,
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müssten wir uns auch fragen,was in diesem Land passiert ist,
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dass so jemand überhaupt die Chancehat. Da muss man die anderen fragen.
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Dann müsste man sich fragen,
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wieso die Grünen von Sibel Arslanso versagt haben.
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Das ist das eine Duell,das heute Abend sehr wahrscheinlich
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stattfinden wird zwischenSibel Arslan und Markus Somm.
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Schauen wir bei unserennicht politischen Gästen rein -
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zumindest sind sie nichtin Parteien.
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Rahul Sahgal, Ökonom und Jurist,hat in der Industrie gearbeitet
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und war im diplomatischen Dienstin Brüssel, Bern, Washington, D.C.
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Seit kurzem neuer Chef der Schweiz-Amerikanischen Handelskammer.
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Freut man sich dort mehrauf eine Premiere von Kamala Harris
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oder für das Comebackvon Donald Trump?
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Freuen ist leider das falsche Wortfür beide Kandidaten.
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Wir freuen uns auf beide Kandidatenrelativ wenig.
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Weil beide relativprotektionistisch, und generell
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keine für die Schweiz positiveWirtschaftspolitik betreiben.
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Wir hatten 18 Jahre lang Demokraten,zwölf Jahre lang Republikaner
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im Weissen Haus.
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Für die Schweiz ist es grundsätzlicheigentlich immer gut gelaufen.
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Unsere Handelszahlenund Investitionen gingen hoch.
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Und ich würde auch sagen, dass diePerson, die im Weissen Haus sitzt,
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nicht ausschlaggebend dafür ist, obunsere wirtschaftlichen Beziehungen
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zu den USA weiterhin gut laufenoder nicht.
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Das wird sicher noch ein Schwerpunktdieser Sendung sein:
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Die Auswirkungen der Wahlenauf die Wirtschaft -
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auch die Schweizer Wirtschaft.
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Claudia Franziska Brühwiler,Professorin für amerikanische Kultur
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und Politikan der Universität St. Gallen.
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Amerika ist Ihre Leidenschaft.
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Das sieht man daran, dass Siediesen Sommer in den Bundesstaaten
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Wisconsin, Minnesota,Wyoming, Idaho und Utah waren.
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Habe ich einen vergessen?
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In Illinois sind wir gelandet,
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aber das liegt nuran den Flugverbindungen.
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Letzte Nacht fand der grosseAuftritt von Kamala Harris statt.
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Dieses Zitat ist überall zu hören:
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I promise to be a presidentfor all Americans.
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Sie möchte ja Präsidentinfür alle Amerikaner/-innen sein.
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Hat Kamala Harris letzte Nachtalles klar gemacht,
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oder ist die Euphorieetwas übertrieben?
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Das war der Parteikonvent.
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Der Parteikonventmuss eine Feel-Good-Party sein.
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Das war 2016 bei Donald Trump z.B.nicht der Fall,
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weil seine Partei gespalten war.
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Bei Hillary Clinton 2016gab es auch etwas Unruhe,
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weil sich Bernie SandersWähler/-innen betrogen fühlten.
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Dieses Jahrleben wir eigentlich den Normalfall.
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Bei den Republikanerherrschte Euphorie
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und jetzt eben auchbeim Parteikonvent.
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Das ist der Moment,
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bei dem noch keine kritischen Fragengestellt werden.
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Für Kamala Harrisbeginnt es erst jetzt richtig.
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Sie hat den Sprint zur Nominationgewonnen
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und muss jetztden Marathon zur Wahl laufen.
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Das bedeutet, dass sie sich jetztkritischeren Fragen stellen muss.
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Jetzt haben Gefühle dominiertund Emotionen wurden geweckt.
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Manche erinnern sichan den Wahlkampf von Barack Obama
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und erleben diese Zuversicht wieder.
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Ob man das in ein wirklichesProgramm integrieren kann,
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das die Leute überzeugt, und daskeine Wiederholung dessen ist,
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was bisher falsch lief,ist eine andere Geschichte.
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Erleben wir momentan einen Hypeum Frau Harris?
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Es ist sicherzu einem gewissen Grad ein Hype,
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den man dem Gefühl desBefreiungsschlag zu verdanken hat.
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Wir sahen, wie die Demokratenfast schon panisch waren
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nach der Debattevon Joe Biden und Donald Trump.
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Man hat eine Art Vatermordinnerhalb der Partei erlebt.
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Man hat ihn dann auch ziemlichunsanft gestürzt und entfernt.
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Am Parteikonvent ging mannicht wirklich würdevoll mit ihm um.
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Man sagt, Barack Obamastecke da dahinter, wissen Sie mehr?
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Barack Obama und Joe Bidenhaben eine belastete Beziehung,
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weil Barack Obama 2016Joe Biden davon abgehalten hat,
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gegen Hillary anzutreten.Das hat er ihm auch übel genommen.
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Er fand rückblickend, er hätte gegenDonald Trump bessere Karten gehabt.
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Und wahrscheinlichwäre das sogar der Fall gewesen.
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Ob er die Nominierungaber auch geschafft hätte,
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ist eine andere Frage.
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Der Parteitagsei eine Feel-Good-Party.
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Haben Sie Kamala Harris gefühltgestern, Frau Arslan?
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Ich glaube, sie fühlte sich wohl,
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und hat gezeigt,dass sie sich freut.
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Wenn die Frage ist, ob ich siepolitisch gefühlt habe, in der Tat.
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Es ist auch ihre politischeStrategie, dass sie versucht,
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diese möglichst langeheraus zu zögern,
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um möglichst wenig Angriffsflächezu bieten.
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Ob das richtig ist,sei dahingestellt.
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Ich hätte mir natürlich auchetwas pointiertere Worte gewünscht.
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Gerade weil immer wieder Leutedemonstrierten
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oder die Miseren in den Finanzen,die Branchen ...
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diese Unsicherheiten,
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die immer wiederangesprochen werden.
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Das sind eigentlich gute Chancen,die man nicht genutzt hat.
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Es war eine tolle Showund es war schön,
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das Ganze über die Tage mitzu verfolgen, aber ich war froh,
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als es vorbei war.
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Was ist Ihnen geblieben,Markus Somm?
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Erstens, dass eseine unglaubliche Leistung war,
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was die Demokraten in so kurzer Zeitzustande gebracht haben.
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Sie konnten Bidenin so kurzer Zeit auswechseln.
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Und Kamala Harris als Kandidatindurchzubringen, sodass alle finden,
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sie ist gut -das hätte man nicht gedacht.
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Ein Grund, wieso Joe Bidenso lange Präsident bleiben konnte,
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obwohl alle wussten, dass er mentalnicht mehr auf der Höhe ist, war,
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dass man Angst hatte, Kamala Harrissei noch unbeliebter als Joe Biden.
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Sie dachten, sie werde nievon den eigenen Leuten akzeptiert.
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Sie hatte nicht einmaleine Primary jemals überstanden.
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Sie war kein sicherer Wert.
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Daher ist eseine unglaubliche Leistung.
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Sie haben es unglaublich schnellgemacht - ein effizienter Vatermord.
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Und ich glaube schon,Obama steckt dahinter,
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denn es ist seine Handschrift.
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Es wurde unheimlichentschlossen gehandelt.
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Jetzt stellt sich die Frage,ob es hält.
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Hier bin ich völlig deiner Meinung.Kamala Harris hat ein Problem:
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Sie war vier Jahre langVizepräsidentin,
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und hat diese Politikmitzuverantworten.
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Sie kann nicht immer sagen,es sei Biden gewesen.
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Sie kann sich von ihmnicht allzu fest distanzieren,
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weil es nicht stimmt,denn sie hat alles mitgemacht.
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Daher stellt sich die Frage,ob sie es durchhalten kann.
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Sie hat noch nie eine richtigePressekonferenz oder Interviews
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gegeben.
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Selbst "New York Times"kommt nicht an sie ran.
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Das wird auf die Dauernicht funktionieren.
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Irgendwann muss sie sagen,was sie will.
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Wirtschaftspolitisch,geopolitisch, usw.
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Und dann gibt es viele Leute in derDemokratischen Partei, die finden,
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das sei zu links.
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Denn sie ist Kalifornien,
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sie ist auch für die DemokratischePartei recht progressiv.
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Sie kann aber auchauf den Biden-Jahren aufbauen.
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Denn einerseitsist es eine Belastung,
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dass sie Teil des PaketsBiden-Harris war, aber gleichzeitig
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hat es sie politisch weiterin die Mitte geholt,
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als dass sie es eigentlich wäre.
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(Somm) Sie selbst, ja.
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Daher hilft es ihr jetztim allgemeinen Wahlkampf.
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Aber schon klar, sie musseinen emanzipatorischen Akt wagen
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und sich irgendwieselbst positionieren,
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ohne dass sie wieder so weit nachlinks geht, wie sie es 2019 machte.
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Wieso setzt sie sich momentan denkritischen Fragen noch nicht aus?
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Gehört das einfach dazuoder was sehen Sie als Beweggründe?
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Man ist nochim Flitterwochen-Stadium.
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Man muss die Wogenso lange es geht nutzen.
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Sie konnte es auch hervorragendfür das Fundraising nutzen.
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Es ist bekannt, dass sie im Stegreifnicht unbedingt so sitzt.
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Viele sprechen von "wordsalad",den sie produziert.
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Diese Bilder möchte man im Momentetwas zurückhalten.
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Man möchte sie besser vorbereiten,
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und auch bessere Antwortenauf die politischen Akzente,
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die sie bereits gesetzt hat, finden.
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Z.B. die Preiskontrolleauf Lebensmittel.
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Im Hintergrundmuss sie dann natürlich auch wissen,
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wieso sie das möchte.
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Ich finde es strategisch gar nichtso schlecht, dass sie es so macht.
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Dadurch, dass sie sichnicht positioniert, kann sie
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die Demokraten bündeln, eine gewisseDynamik ins Spiel bringen.
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Die Medien sagen,sie elektrisiert und zieht alle an.
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Das finde ich spannend.
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Dort kann sie natürlichviele Fehler machen.
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Und das versucht sie,so gut es geht herauszuzögern.
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Spannend ist, dass sie das ganzeProgramm von Trump, Project 2025,
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zerreissen kann.
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Ich finde spannend, dass sie dortAlternativen bieten kann,
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wenn sie zum Zug kommen kann.
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Daher ist es eigentlichgar nicht so schlecht,
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dass sie noch nicht so vielvom eigenen Programm preisgibt.
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Man liest auchin den amerikanischen Zeitungen,
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dass sie von Auftritt zu Auftritteine Entwicklung durchmacht.
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Einen Steigerungslauf,sehen Sie den auch schon?
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Bis zu einem gewissen Punkt, ja.
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Aber wie gesagt, sie hütet sich sehrstark, irgendwelche Dinge zu sagen,
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die die Parteienin irgendeiner Form ...
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Wie wir ja wissen,gibt es nur zwei Parteien.
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Und diese beiden Parteiendecken ein riesiges Spektrum ab.
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Um all diese zu behalten, die etwasweiter denken als das Geschlecht,
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die Partei und die positivere Aus-strahlung im Vergleich zu Biden ...
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Sie könnte also Leute verlieren,
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wenn sie weiterin die Tiefe gehen würde.
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Andererseits hat Trump auch nichtwahnsinnig viel durchsickern lassen.
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Von Joe beiden, der bis vor kurzemnoch Kandidat war,
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wusste man auch nicht wahnsinnigviel. Man kannte einige Eckpunkte.
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Viele ändern ja auch ihre Meinung.
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Kamala Harrishatte viele Meinungsänderungen.
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Z.B. über Steuersätze,fracking, usw.
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Ähnlich bei Trump: Er hat zwarseine Meinung nicht oft geändert,
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aber vieles nicht umgesetzt,was er angesagt hatte.
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Beide spielen aber -auf unterschiedliche Weise -
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mit den Emotionen.Harris oder Trump?
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Das ist nicht nur eine Frage davon,
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ob eine Demokratin oder einRepublikaner das Rennen macht,
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sondern auch ein Duell,
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bei dem Welten zwischenden beiden Kandidierenden liegen.
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Ein kurzer Blick auf den Lebens- undKarriereweg in unserem Erklärvideo:
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In den USA wirdein neues Staatsoberhaupt gewählt.
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Zur Wahl stellen sich die 59-jährigeDemokratin Kamala Harris
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und der 78-jährige RepublikanerDonald Trump.
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Kamala Harris: Aufgewachsen ist siein Oakland, Kalifornien
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als Kind eines Jamaikanersund einer Inderin.
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Als junge Frau studiert siePolitikwissenschaft und Recht -
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und wird später als erste Frau
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zur Generalstaatsanwältinin Kalifornien gewählt.
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2017 zieht sie für die Demokratenin den Senat ein.
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2021 wird siean der Seite von Präsident Biden
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die erste weibliche,schwarze Vizepräsidentin der USA.
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Für die Republikanerkandidiert Donald Trump.
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Trump ist in New Yorkgeboren und aufgewachsen.
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Er studiert Wirtschaftund übernimmt später
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die Leitung des familieneigenenImmobilienunternehmens.
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2016 gewinnt Trumpfür die Republikaner
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die Präsidentschaftswahl.
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Nach seiner Amtszeit
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wird er wegen der Verschleierung vonSchweigegeldzahlungen verurteilt.
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Jetzt möchte ererneut US-Präsident werden.
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Bei einem Attentat auf einer Wahl-kampfveranstaltung in Pennsylvania
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wird er angeschossen.
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Kamala Harris oder Donald Trump: Werwird im Oval Office Platz nehmen?
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Sibel Arslan,welche Bedeutung hätte es für Sie,
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wenn mit Kamala Harrisnicht nur die erste Frau,
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sondern auch die erste schwarze FrauPräsidentin der USA wäre?
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Sie würde die Diversitätwiderspiegeln.
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Es hätte aber auch aufder ganzen Welt eine Signalwirkung,
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dass man nicht nurdie autoritären Männer sieht
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und endlich auch einmaleine gute Alternative hat.
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Ich denke auch, es wäre für dieUmwelt ein sehr wichtiges Zeichen.
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Gerade weil die USA sehr prägendist, indem sie bremst oder zieht.
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Als Grüne wäre es mirauch sehr wichtig,
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weil sie im Senatfür den Green New Deal gewirkt hat.
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In welcher Partei sind Sie zu Hause?Scherz.
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Ich wünsche mir Politiker/-innen,die den Mut haben,
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das auch vorwärts zu bringen.
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Ich glaube, es spieltkeine wahnsinnig grosse Rolle.
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Barack Obamawar der historische Durchbruch,
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als ein Schwarzer Präsident wurde.
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Als sie Vizepräsidentin wurde,sagten zwar alle Medien,
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es sei wahnsinnig wichtig,
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aber es war nicht sodiese Stimmung vorhanden.
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Auch am Parteitaghatte ich nicht das Gefühl,
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dass ihre ethnische Herkunfteine grosse Rolle spielt.
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Die Amerikanerhaben vier Jahre hinter sich,
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die sie nicht gut finden.
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65 % der Amerikaner sagen,
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ihr Land seiin die falsche Richtung unterwegs.
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Das ist ein extrem schlechter Wert.Die Leute sind unzufrieden.
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Und da geht es jetzt nichtum Identitätspolitik.
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Sie wollen einfacheinen fähigen Präsidenten.
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Ich gebe Ihnen recht,es ist ein Problem,
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dass beide Kandidatennicht ideal sind.
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Wir Schweizer können froh sein,dass wir diese Wahl nicht haben.
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Das US-Parteisystem ist binär.
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In der Schweiz können wir immer18 verschiedene Dinge gleichzeitig
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sagen und dann darübereine Volksabstimmung machen.
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Ein ganz anderes System.
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Ich denke, was du angesprochen hast,
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ist wirklich kein grosses Themain Amerika.
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Die Amerikaner haben grosse Sorgen.
-
Andererseits hat der Westen auchSorgen. Wir haben fast drei Kriege.
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Wenn wir die Politik weitermachen,die die Demokraten vier Jahre lang
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gemacht haben, wird esfür den Westen und für die Welt
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ein riesiges Problem.Das ist der Hauptpunkt.
-
Ich finde es interessant,wie ich mir erklären lassen muss,
-
es spielekeine identitätsprägende Rolle.
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Und das von Menschen, die sich dieseFrage noch nie stellen mussten.
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Nichts gegen dich.
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Du als alter weisser Mannmusst dir die Frage nie stellen,
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wieso Frauen diese Fähigkeitnicht mit sich bringen.
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Du kannst mir nicht erklären,dass in der Geschichte der USA
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noch nie eine Fraudiese Fähigkeiten mitbrachte.
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Dass es gleichzeitig mit der 40-50 %Vielfalt nicht möglich war.
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Man muss sich klardie Frage stellen,
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wieso es bis jetztnicht möglich war.
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Anscheinendgibt es eine gläserne Decke,
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die sie jetzt durchbrechen kann.
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Es ist für mich sehr wichtig,diese positiven Bilder zu sehen,
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die aufzeigen, dass es möglich ist.
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Auch wenn sie es selbstnicht zum Thema macht,
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was ich auch sehr schön finde,ist es eine Tatsache.
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Und es wäre schön,wenn das anerkannt werden würde.
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Ich habe nicht gesagt,wie ich es gerne hätte.
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Ich sagte nur,wie es die Amerikaner sehen.
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Die Amerikaner sehen die Identitätnicht als Hauptproblem momentan.
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Ich glaube, beide haben Rechtund Unrecht zugleich.
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Zum einen wird die Identitätvon Kamala Harris eine Rolle spielen
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in der Wahrnehmung der Leute.
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Geht man heute in eineKinderbuchabteilung in den USA,
-
findet man verschiedene Bücher überdie Geschichte von Kamala Harris.
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Und es wird Leute inspirieren.
-
Genauso aber wie die Geschichtevon J.D. Vance inspirieren wird,
-
dem Vizepräsidentschaftskandidatder Republikaner.
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Wenn das Kind einer ehemaligenDrogenabhängigen die Chance hat,
-
Vizepräsident zu werden.
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Diese beiden Geschichten werden
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viele Leute emotionalisierenim Sinne des American Dreams.
-
Sie haben Recht damit,
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dass es die Demokraten währenddes ganzen Parteikonvents vermieden,
-
dies zum Fokuspunkt zu machen.
-
Denn sie wissen, dass es im Moment
-
aufgrund der Sorgen und Einstel-lungen der Menschen besser ist,
-
gegen Donald Trump zu schiessenund Alternativen zu bringen.
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Mut würde ich nicht unbedingterwarten in den Gebieten,
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die Ihnen wichtig sind, Frau Arslan.
-
Genau in diesen Gebietenhat Kamala Harris zurückgerudert.
-
Z.B. nahm sie sich bezüglichdes Frackingverbots wieder zurück,
-
da man in Pennsylvania Wählergewinnen muss.
-
Dort ist das ein Thema.
-
Auch in anderen westlichen Staaten
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möchte man nicht zu vielgegen Rohstoffe wie Öl sagen.
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Das Gleiche auch mit dem Green NewDeal: Das sei zu weit links.
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Da sagt man lieber nichts, das einenzu weit auf die Äste lässt.
-
Aber ich würde schon sagen,
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dass die Story der ersten Frau imWeissen Haus eine grosse sein wird.
-
(Somm) Frau eher.
-
Bei den Schwarzen kommt siein den Umfragen nicht gut an.
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Sie macht nur 65 %,was sehr wenig ist.
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Obama hat 95 % gemacht,Joe Biden ca. 80 %.
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Sie ist nicht eine, die bei denSchwarzen wahnsinnig durchbricht.
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(Brühwiler) Barack Obama hat dieschwarzen Wähler aber enttäuscht.
-
Man sieht,dass man damals zwar euphorisch war.
-
Der Diskurs dieser Zeit war,dass man in einem Amerika eintritt,
-
in dem Rassekeine Rolle mehr spielt.
-
Die schwarzen Wählerfühlten sich von ihm verlassen.
-
Sie sind jetzt auch wieder unzu-frieden mit der Politik von Biden.
-
Deshalb sieht man die TendenzRichtung Trump, in einem Mass,
-
das den DemokratenSorgen bereiten muss.
-
Der Running Mate von Donald Trump,J.D. Vance,
-
hat Donald Trumpja auch schon ganz anders gesehen.
-
Er stand auf der ganz anderen Seite,hat sich jetzt verändert.
-
Das ist aber nicht das Thema heute.
-
Man konnte in den europäischen,auch in der Schweizer Medien
-
Schlagzeilen wie diese lesen:
-
Was ist Ihre Antwort?
-
Sie haben wie Kamala Harris auchindische Wurzeln.
-
Ein klares Ja wahrscheinlich?- Ob die USA bereit ist?
-
Das ist die Frage.- Ich würde sagen ja, wieso nicht?
-
Ich befinde mich relativ starkauf der Linie des Gesagten.
-
Ich glaube aber auch, ihre Identitätspielt heute weniger eine Rolle.
-
Das Thema Identität stand nichtim Vordergrund an dem ganzen Tag.
-
Sie macht es nicht selbst zum Thema,wieso nicht?
-
Sie ist genau gleich rechts,oder nicht so links,
-
wie andere nicht schwarze Frauenin ihrer Partei oder andere Männer.
-
Das muss man anerkennen.
-
Es ist zum ersten Mal eine Frau,zum ersten Mal eine schwarze Frau.
-
Und sie kann genauso gutoder schlecht sein.
-
Dieses Recht hat sie.
-
Es wäre auch schön, wenn so jemandgleiche Chancen bekommen würde,
-
und man ihr diese Fähigkeitenzuspricht.
-
Aber immer wieder diese Tonalitätbez. ihrer Identität, ob sie es kann
-
oder nicht, und dass sie nichtvon den Schwarzen getragen wird.
-
Nicht jeder Schwarzemuss jemanden tragen.
-
Nicht jeder,der Migrationshintergrund hat,
-
muss meine Politik gut finden.- Hoffentlich auch nicht.
-
(Somm) Es ist immerein gutes Zeichen,
-
wenn man deine Politiknicht gut findet.
-
(Arslan) Meine Politik ist sehr gut,einfach nicht für dich.
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(Somm) Ich meine es als Witz.Er hat es mit einem Lächeln gesagt.
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Identitätsoll nie eine Rolle spielen.
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Wir sind danneine farbenlose Gesellschaft,
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wenn es bei der Bundesratswahl keineRolle mehr spielt, woher man kommt.
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Wenn einfach das Leistungsprinzipspielt.
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Wir Schweizer müssen den Amerikanernnicht allzu viel vorhalten,
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denn sie haben in ihrem politischenBetrieb mehr Diversität als wir.
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In unserem Parlamentsitzen nicht viele Leute,
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die nicht Kuh-Schweizer sind.Wir sind noch nicht so weit.
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Wir hatten auch keinenindischen Premierminister.
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Im angelsächsischen Raumist es schon viel normaler.
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Es geht um das Leistungsprinzip.
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Deshalb ist auch bei Kamala Harrisund bei Donald Trump die Identität
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kein Thema.Man hat nämlich riesige Probleme.
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Die Amerikaner haben riesigeinnenpolitische Probleme.
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Und wir haben riesige Problemeauf der ganzen Welt.
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Deshalb geht es nur um die Frage,bei wem wir das Gefühl haben,
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dass es besser wird. Das werdendie Amerikaner entscheiden.
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Sie werden es auchfür uns entscheiden,
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denn letztlich ist Amerikafür Europa extrem wichtig.
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Wir werden von diesem Entscheidbetroffen sein.
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Wichtig wäre jetzt, zu sagen,dass du es gut findest,
-
dass sie es nicht zum Thema macht.- (Somm) Ja.
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Die schwarze Bevölkerungmacht 13 % der US-Bevölkerung aus,
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was nicht unbedingt eine unter-repräsentierte Mehrheit darstellt.
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Und sie hat aucheine andere Geschichte
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als die letzten zweiMigrationsrunden in den USA.
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Und trotzdem sehen wir dannin den europäischen,
-
aber auch schweizerischen MedienSchlageilen wie diese:
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Frau Brühwiler,wie kommt so etwas an?
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Übrigens geschrieben von einer Frau:"NZZ"-Journalistin Birgit Schmid.
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Ich habe diesen Artikel gar nichtgelesen, weil ich in den Ferien war.
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Aber über ihr Lachenwurde schon viel gesprochen.
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Donald Trump hat sie alsLaughing Kamela abgestempelt.
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Es ist typisch,dass man bei Frauen in der Politik
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andere Dinge thematisiert.Jetzt ist es halt das Lachen.
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Bei Hillary Clintonging es um ihre Hosenanzüge.
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Darüberwurden ganze Memes produziert.
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Oder wie sie am Handy istund ihre Sonnenbrille trägt usw.
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Bei Frauen werden Faktorenwie Stimme, wie man sich gibt,
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ob man Kinder hat,plötzlich viel wichtiger.
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Aber man muss sagen, der Vorwurf,dass sie sich gerne herauslacht,
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kann man nicht ganz in Abredestellen.
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Das wurde bei ihr kritisiert.
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Die Frage stellt sich,
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ob sie das in späteren Interviewsauch machen wird. Vermutlich nicht.
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Sie ist nun nämlich daraufvorbereitet, wie das genutzt wird.
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Es gibt auch in der SchweizPolitiker/-innen,
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die gerne kritische Fragenweglachen.
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Ich nenne jetzt keine Namen.Hat Sie das geärgert?
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Ich habe diesen Artikel nicht mitmeiner wertvollen Zeit gewürdigt.
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Ich habe ihn nicht gelesen,denn es hat mir inhaltlich
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nichts zu sagen, dass man jetztüber Eigenschaften einer Person,
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insbesondere einer Frau, herzieht.
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Ich bin mit Ihnen aber einig, dassjetzt eine neue Ära angebrochen ist.
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Mit Frauen, die an der Macht sind.
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Und ich verstehe,dass es irritierend sein kann,
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wie solche Frauen dann daherkommen.Dann entstehen solche Geschichten.
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Aber auch das wird sich mit derneuen Generation bald verändern.
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Bei Donald Trump hat man sich auchan Äusserlichkeiten aufgehalten.
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An seiner Frisur, der Krawatte.- Das habe ich auch nicht gelesen.
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Es geht mich nichts an, wie ersich kleidet oder wie er lacht.
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Mich verletzt viel mehr,
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wenn er sexistischeoder rassistische Bemerkungen macht,
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die eine grosse Masse bewegen.
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Und das motiviertmich in der Politik.
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Dafür kann er direkt etwas.Und damit berührt er andere direkt.
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Es wurde so vielüber Harris geschrieben,
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das ist jetzt ein Artikelüber das Lachen.
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Birgit Schmid finde ich eine derbesten Journalistinnen der Schweiz.
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Dass sie sichmit einem Thema beschäftigt,
-
über das viele Amerikanerdurchaus sprechen ...
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Es ist ein Klatschthema.
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Politisch nicht relevant,vielleicht bösartig.
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Aber wie gesagt,Bösartigkeiten sind normal.
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Ich habe eher Angst davor, dass wirvon den wahren Themen ablenken.
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Wir haben grosse Themen,nicht, ob sie gut lacht
-
oder ob Trumpeine komische Frisur hat.
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Ich finde, das können wir unsnicht mehr leisten.
-
Das können wir unsin der Hochkonjunktur leisten,
-
wenn wir keine anderen Sorgen haben.Aber wir haben andere Sorgen.
-
Und das gehört irgendwieauch zum Wahlkampf.
-
Auf der Seite der Demokratenhat sich Tim Walz
-
auch lustig gemachtüber die Republikaner.
-
Für diejenigen,die es nicht mitgekriegt haben:
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... these guysare creepy and weird as hell.
-
Frei zusammengefasstauf Zürideutsch:
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Diese Typen, also die Republikaner,seien befremdlich und schräg.
-
Das passiert auf beiden Seiten.
-
Aber kommen wir zu den Inhalten,weg von den Äusserlichkeiten.
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Zu dem, um was es geht.
-
Ein Satzwurde zu einem geflügelten Wort.
-
Gleichzeitigwar es auch ein Wahlkampfslogan.
-
"It's the economy, stupid!"
-
Das konnte manauch auf Buttons lesen.
-
Also:"Es ist die Wirtschaft, Dummkopf!"
-
Ein Slogan,der Bill Clinton 1992 geprägt
-
und gegen den dortigen AmtsinhaberGeorge Bush Sr.
-
zum Erfolg geführt hat.
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Die Wirtschaftslage ist auchzentral in diesem Wahlkampf.
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Hier geht es aus Sichtder Amerikaner/-innen v.a. darum,
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die hohen Preise zu senken,etwas gegen die Inflation zu tun.
-
Jetzt haben wir zwei Kandidatenund zwei Rezepte:
-
Wenn ich gewinne,werde ich die Preise sofort senken.
-
Vom ersten Tag anwerden wir Kamalas Krieg
-
gegen amerikanische Energien beendenund bohren, bohren, bohren.
-
Das wird die Preise für alle senken,denn der Energiepreis
-
hat alles verteuert,als sie von meiner Politik abwichen.
-
Ich werde mich dafür einsetzen,
-
Preisabzocke bei Lebensmittelnim ganzen Land zu verbieten.
-
Ich plane neue Strafenfür opportunistische Unternehmen,
-
die Krisen ausnutzenund Regeln brechen.
-
Das war nicht von letzter Nacht,sondern von früher.
-
Kamala Harrissagt hohen Preisen den Kampf an.
-
Das macht Donald Trump auch.
-
Sie will Z.B. Firmen, diezu viel für Lebensmittel verlangen,
-
staatlich bestrafen lassen
-
oder Erstkäufer von Wohnungen25'000 $ in die Hand geben,
-
oder aber höhere Steuern für Reiche.Sie nennt das Chancenwirtschaft.
-
Wie sagen Sie dem, Herr Sahgal?
-
Ich persönlich finde Regulierungenwie z.B. für Nahrungsmittel
-
meistenskeine gute Sache für die Wirtschaft.
-
Ich denke auch nicht,dass das die Demokraten und die USA
-
zum Ziel führen wird.
-
Rezepte, die sowohl die Demokratenals auch die Republikaner
-
vorgeschlagen haben,
-
sind z.B.eine Liberalisierung im Häusermarkt,
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dass man die Regulierungenzurücknimmt.
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Während der Biden-Administrationstiegen die Häuserpreise um 20 %.
-
Das kommt an und das macht Sinn.
-
Trump sagt zwar das eine, will aberdie Importzölle um 20 % erhöhen.
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Das wird inflationstreibend sein.
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Das wird man nicht so schnellumstellen können.
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Donald Trump sagt dem,was Harris vorhat, Kommunismus.
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Das ist etwas Klassenkampf-Light,Frau Arslan,
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das müsste Ihnen eigentlichgefallen?
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Er hat in der Tatkeine guten Argumente,
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deshalb muss er auf solcheSchlagwörter zurückgreifen.
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Man weiss,dass die Inflation bei 2 % liegt
-
und dass das Wirtschaftswachstumim letzten Quartal
-
um 2,8 % gestiegen ist.
-
Dem Land geht es also im Momentwirklich sehr gut.
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D.h., man gehtvon einer Vollbeschäftigung aus.
-
Trotzdem können die Politiker/-innenbzw. die Kandidatin
-
die gute Entwicklung nicht erklären.
-
Ich finde es aber auch gut,
-
dass sie versucht,den Mittelstand abzuholen.
-
Das hat Trump etwas verpasst.
-
Dort muss man in den Swing States
-
und dort, wo Stimmen zu holen sind,etwas bieten.
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Interessant ist für mich,dass sie nicht erklärt,
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woher sie die Mittelholt und gewährleisten kann.
-
Das wird wohl schwierig.
-
Seine Konzepte werden uns natürlichum die Ohren fliegen,
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wenn man die Strafzölle einführt.
-
Wir haben angetönt, dass wir immerwieder Erklärungen einschieben.
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Swing States sind Bundesstaaten,
-
wo es in die eineoder andere Richtung kippen kann,
-
wo jede Stimme entscheidend ist.
-
Aktuell zählt man dazu Arizona,Georgia, Michigan, Nevada,
-
Pennsylvania und Wisconsin.
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Je nach Sichtweise auchNorth Carolina, hier schraffiert.
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Frau Aslan sagte, der amerikanischenWirtschaft gehe es gut.
-
Auf dem Papier sieht es auch so aus.
-
Die Inflation ist stetig gesunken,man hat Vollbeschäftigung.
-
Wenn man durch das Land fährt,sieht man,
-
dass Arbeitskräfte gesucht werden,
-
dass der Arbeitsmarkt boomtund man als Arbeitnehmer
-
mehr Macht beim Verhandelnder Bedingungen hat.
-
Aber es ist nicht gut, was manim Supermarkt an der Kasse zahlt.
-
Die Lebensmittelpreisesind immer noch 25 % höher als 2019.
-
Dieses Themabeschäftigt die Leute am meisten.
-
Das spürt man, auch wenn manin einem Walmart einkauft,
-
wo es am günstigsten ist in Amerika.
-
Dann merkt man wirklich,dass es einschenkt.
-
Selbst als Schweizer denkt man das.
-
Hier sind aktuell beide mitpopulistischen Rezepten unterwegs.
-
Deswegen wohl auchder mangelnde Enthusiasmus
-
für den einen oder anderenseitens Rahul Sahgal.
-
Denn auch die Anti-Abzocker-Methode,die Preiskontrolle,
-
wird kein Rezept sein.
-
Es ist völlig unklar,wie die Umsetzung funktionieren soll
-
Es ist ein riesiger Binnenmarktmit unterschiedlichen Preisniveaus
-
in allen Gebieten.
-
Wie soll das gehen, wer entscheidet,was Abzocke ist?
-
Bei den Zöllen wissen wir, dass esschlechte Handelspolitik ist.
-
Das Einzige,was viele ins Feld führen, ist,
-
dass man bei Donald Trump nie sicherist, was er wirklich umsetzen will.
-
Bei Kamala Harrismacht man sich nun Sorgen,
-
dass sie das tatsächlich möchte.
-
(Somm) Bei der Energiepolitikweiss man es natürlich sehr wohl.
-
(Brühwiler) Das ist das Einzige,was man gut weiss.
-
Die Energiepolitik ist das Problem,
-
weshalb die Waren im Supermarktso teuer sind.
-
Das ist die Energiepolitik,die wir teils auch in Europa kennen.
-
Hier bin ich todsicher,dass er das korrigieren wird.
-
Wenn er sagt "Drill, Baby, drill",meint er das sehr ernst.
-
Das ist völlig klar.
-
Dort wird es aucheindeutige Wirkungen haben.
-
Die Preise werden sinken,wenn die Energiepreise sinken.
-
Das ist offensichtlich so.
-
Bez. Protektionismussehe ich es genau wie Sie.
-
Das ist eine Katastrophe.
-
Eine der dümmstenwirtschaftspolitischen Positionen,
-
die Trump einnimmt.
-
Bei anderen Themenbin ich total einverstanden:
-
Steuersenkung,Senkung der Regulierungen,
-
Energiepolitik - alles gut.
-
Aber dort muss man sagen,
-
dass Biden dasselbe gemacht hat -einfach anders.
-
Nicht mit Zöllen,sondern mit Subventionen.
-
Das ist praktisch genau dasselbe.
-
Auch den Handelskrieg mit Chinahat er genauso weitergeführt,
-
wie ihn Trump begonnen hat.Das finde ich alles schlecht.
-
Das ist auch für uns Europäerschlecht.
-
Aber das, was sie gesagt hat,ist Planwirtschaft.
-
Klar,kommunistisch ist etwas polemisch.
-
Es ist Planwirtschaft,
-
und das war schon relativ bekanntin der Sowjetunion -
-
das funktioniert nicht.Sie wird das auch nie machen können.
-
Aber man merkt, warum ihre Beratersie darum beten, nichts zu sagen.
-
Weil sie Dinge sagt,die einfach nicht so gut sind.
-
Würde das heissen, dass Donald Trumpfür die Schweizer Wirtschaft
-
gefährlicher wäremit dem Protektionismus,
-
mit Strafzöllen, umdie eigene Wirtschaft zu schützen?
-
Ein wichtiger Punkt ist,
-
dass ohne die Mehrheit im Kongressfast nichts umgesetzt werden kann.
-
Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
-
Dann kann mannicht einfach Zölle um 10 % anheben.
-
Als ich in Washington war,
-
hat man die Stahl-und Handelszölle angehoben.
-
Das basierteauf der National Security -
-
nationale Sicherheit,Stahl und Aluminium.
-
Man hat Zölle auf Dinge erhoben,die man seit 1923 nicht mehr nutzte.
-
Das sind aber Executive Orders.
-
10 % - das muss durch den Kongressund viele andere Dinge auch.
-
Deshalb glaube ich nicht, dassviele dieser Dinge umgesetzt werden.
-
Ein zweiter Punkt:
-
Ein sehr entscheidender Faktorwird die Steuerpolitik sein.
-
Das Steuerpaket von Trump von 2017
-
hat zwar den Staatshaushaltetwas ausgehöhlt,
-
der Wirtschaft aber trotzdemsehr viel Schwung gegeben.
-
Vieles davonläuft nächstes Jahr aus.
-
D.h., für beide Kandidatenwird entscheidend sein,
-
welche Mehrheiten sie haben.
-
Trump z.B.würde seine Linie weiterführen
-
und die Unternehmensteuerauf 21 % lassen.
-
Kamala Harris wiederum würdedas auslaufen lassen
-
und vermutlich auf 28 % erhöhen.
-
Das ist die USA-"Arena".
-
Uns interessiert, wer welchenEinfluss auf die Wirtschaft hätte.
-
Wir gehen einen Schritt weiter undfokussieren uns auf die Beziehungen
-
zwischen der Schweiz und den USA.
-
Wie wichtig die USAals Handelspartner
-
aber auch als Investorinin unserem Land ist,
-
dass zeigtunser zweites Erklärvideo.
-
Danach sprechen wir darüber,
-
was der Schweizer Wirtschafteigentlich mehr nützt:
-
eine Präsidentin Harrisoder nochmals Präsident Trump?
-
Das ist unser Erklärvideo dazu:
-
Die Schweiz und die USA:
-
Handeln sie mit Waren, müssen sieauf viele Güter Zölle zahlen,
-
weil kein gemeinsamesFreihandelsabkommen besteht.
-
Trotzdem exportiert die SchweizGüter wie etwa Medikamente
-
in die Vereinigten Staaten im Wertvon rund 57 Mrd. Fr. jährlich.
-
Und die Schweiz importiert Güterwie Elektronikgeräte
-
für rund 30 Mrd. Fr.
-
Damit sind die USA beim Warenhandel
-
der zweitwichtigste Handelspartnerder Schweiz.
-
Zudem fliessen Investitionenvon der Schweiz in US-Unternehmen
-
im Umfangvon gut 300 Mrd. Fr. pro Jahr.
-
Damit ist die Schweiz
-
die siebtwichtigste Investorinfür die USA.
-
Umgekehrt ist die USA
-
die grösste ausländische Investorinin der Schweiz.
-
Wie wird sich die Präsidentschafts-wahl auf die Wirtschaftsbeziehungen
-
zwischen der Schweiz und den USAauswirken?
-
Kann dieses Verhältnisüberhaupt aus den Fugen geraten
-
durch die Personalienim Weissen Haus?
-
Nicht signifikant, würde ich sagen.
-
18 Jahre lang hatten wireine demokratische Person
-
im Weissen Haus,zwölf Jahre lang einen Republikaner.
-
Es ging eigentlich immer aufwärts.
-
Natürlichhatten wir Finanzkrisen usw.
-
Dann das Thema Kongress:
-
Wenn die Person im Weissen Hausbeide Kammern hat,
-
kann sie viel mehr durchsetzen,als wenn der Kongress geteilt ist.
-
Das gibt Stabilität.Und der dritte sehr wichtige Punkt:
-
Gouverneure in den Bundesstaatensind viel relevanter.
-
Ich war bei einer Reise in Georgiaund habe den Gouverneur gefragt,
-
wieso es auf den Strassenso viele Elektrofahrzeuge hat.
-
Mir wurde erklärt, dass es dorteine relativ ähnliche Gesetzgebung
-
und Ausgestaltung gibtwie in Norwegen.
-
Und das warein republikanischer Gouverneur.
-
Es wird also nicht so schnellaus den Fugen geraten für uns.
-
Eigentlich ist es alsoetwas Hans was Heiri -
-
zugespitzt auf meine eigene Art.
-
Ob jetzt Frau Harrisoder Trump regiert,
-
interessiert die Beziehungzwischen der Schweiz und den USA
-
nicht so richtig.Einverstanden, Frau Brühwiler?
-
Wie könnte ichder Handelskammer widersprechen.
-
Ich bin keine Ökonomin, aber ichgebe Herrn Sahgal absolut recht,
-
dass wir oft ausser Acht lassen,
-
dass die USAföderalistisch organisiert sind.
-
Es ist ein gigantischer Binnenmarkt
-
mit einem riesigenlandesinternen Wettbewerb,
-
auch was die Ansiedlungvon Unternehmen angeht.
-
Viele von uns haben wohl Utahwirtschaftlich nicht auf dem Plan,
-
aber dort habe ich z.B.Stadler-Werke gesehen.
-
Utah ist ein Start-up State.
-
Das andere ist der Kongress alsVetospieler für schlimme Politiken,
-
die aussenpolitischen Schadenanrichten könnten.
-
Ein Stichwort, das mir aberfür die Schweiz noch gefehlt hat,
-
ist Pharma.Basel ist ja auch hier präsent.
-
Kamala Harris hat sich immergegen Big Pharma positioniert
-
und möchte die Medikamentenpreiseweiter nach unten treiben.
-
Wir wissen, dass die Pharmaindustriemit der Medikamenteneinnahme
-
in den USAihre Forschung quersubventioniert.
-
Das könnte mitunter unbequem werden.
-
Ausserdem haben wir wirtschaftlichzwar immer gute Beziehungen
-
zu den USA, aber der Tonist unter Republikaner angenehmer.
-
Ich komme gleich zu Ihnen,Markus Somm,
-
mache aber noch den Umweg überBasel, weil sie es angesprochen hat.
-
Das kritische Auge von Kamala Harrisbez. Big Pharma ...
-
Das sind 50 %des gesamten Exportvolumens
-
und das wird ein Thema sein, auchin der aussenpolitischen Kommission.
-
Es war auch schon mehrmals Themamit der EU
-
und was wir mit den USA machen.- Worüber hat man genau besprochen?
-
Im Rahmen der bilateralenVerhandlungen zum Rahmenabkommen
-
ging es darum, wie wirdie MedTech-Branche schützen
-
und wie sich dasauf die Pharma auswirkt.
-
Dort schaut man genauer hin.
-
Ich will nochmals kurz nachfragen.
-
In der aussenpolitischen Kommissionmacht man sich Gedanken darüber,
-
dass Kamala Harris Präsidentin wird,hat evtl. auch Bedenken?
-
Nein, nein,das sind ältere Geschichten,
-
die die aussenpolitische Kommissionbeschäftigen.
-
Es geht sowohl um die Beziehungenmit der EU als auch den USA.
-
Eine kurze Anmerkung:
-
Ich bin einverstanden, dass sichdurch die Präsidentschaftswahlen
-
für die Aussenwirtschaftnicht sehr viel verändern wird.
-
Ich findeaber trotzdem sehr wichtig,
-
dass die USA im Bereich digitaleTechnologie und grüne Wirtschaft
-
vorwärtsmachen und wir dort dieguten Beziehungen pflegen müssen.
-
Deshalbist es für uns schon wichtig.
-
So irrelevant ist es nicht,wer die Wahl gewinnt.
-
Na ja, Arnold Schwarzeneggerwar grüner als manch anderer.
-
Wir diskutieren ja auch deswegen,
-
wir machen eine "Arena",weil es ja durchaus wichtig ist.
-
Nichts gegen die Handelskammer,
-
aber sie müssen sichmit beiden gut verstehen.
-
Deshalb können Sie sichnicht positionieren
-
und die eine oder den anderenfavorisieren. Das ist ja logisch.
-
Ihr Job ist es,mit beiden gut arbeiten zu können.
-
Das ist auch völlig okay.
-
Aber natürlichist es ein Unterschied.
-
Mit den Republikanern hatten wirv.a. wirtschaftspolitisch
-
und auch politisch immer wenigerProbleme als mit den Demokraten.
-
Die Demokraten habendie nachrichtenlosen Vermögen
-
zum Thema gemacht.
-
Der Bankenstreit hat auchunter den Demokraten begonnen.
-
Es ist schonein Unterschied für uns.
-
Dann zur Pharma:Da bin ich absolut überzeugt,
-
dass Novartis und Roche beten,dass nicht Harris Präsidentin wird.
-
Da bin ich todsicher.
-
Wenn die Demokraten, das hatauch mit dem Kongress zu tun,
-
wie Sie sagten,ihre Macht gut verteidigen können,
-
dann kommt das auf jeden Fall.
-
Damit ist bei Trumpnicht zu rechnen.
-
Das ist ein wichtiger Faktor.
-
Und der dritte Faktor,den ich ganz wichtig finde
-
und der uns alle betrifft:
-
Wenn die Schuldenpolitikder Amerikaner weitergeht,
-
fällt der Dollarimmer weiter ins Loch
-
und das ist für die ganzeWeltwirtschaft ein riesiges Thema.
-
Biden hat es geschafft,
-
in einer eigentlich guten Konjunkturnach der Coronazeit
-
so viele Schulden anzuhäufen.
-
Vielleicht macht das Trump auch,das wissen wir nicht.
-
Aber was Biden mit Harriszusammen gemacht hat,
-
ist eine Katastrophe. 8 % defizitär.
-
Davon sind wir als Schweizstark betroffen.
-
Wir diskutieren ja auchgenau aus diesem Grund über Amerika,
-
weil wir wissen, dassdie ganze Weltwirtschaft dranhängt.
-
Ein paar Punkte vielleicht,das war sehr interessant.
-
Einerseits zum Inflation ReductionAct, den Sie erwähnt haben.
-
Die Republikaner waren ja völliggegen dieses Gesetz.
-
Es ist eigentlichein Milliarden-Subventionsprogramm.
-
Die meisten Investitionen und Jobssind in republikanischen Staaten.
-
D.h., Präsident Trumpwird sich davor hüten,
-
signifikante Teile davonzurückzunehmen.
-
Auch, weil es ein Gesetz istund daher schwierig.
-
Ich bin einverstanden,dass der Teil bez. Energiepolitik
-
wohl trotzdem liberalisiertoder dereguliert werden wird.
-
Aber ein grosser Teil wird bleiben.
-
Das sind Gebiete, auf denenSchweizer Firmen extrem stark sind:
-
Health Care, Sustainability,Reindustrialisierung usw.
-
Auch wenn ich persönlichaus wirtschaftspolitischer Sicht
-
nicht für Subventionen bin,sehe ich da für die Schweiz,
-
wenn man nicht zu weit geht
-
und auch bez. Dollar und Schuldenbin ich einverstanden ...
-
Sind Sie auch damit einverstanden,dass man in Basel dafür betet,
-
dass es nicht Kamala Harris wird?
-
Bisher war es für die Pharmafirmenin den USA Honeymoon-Zeit,
-
das kann man klar sagen.
-
(Brühwiler) Ich möchte einwenden,dass es immer darauf ankommt,
-
wie die Programme umgesetztund angewendet werden
-
und mit welchen Bedingungen sieeinhergehen.
-
Buy Americanals Grundbedingung für Subventionen
-
hat z.B. Meyer Burgerdazu gezwungen,
-
ihr Werk in Deutschland zu schlie-ssen und nach Colorado zu versetzen.
-
Solche Geschichtenmachen nicht gerade Mut.
-
Ich sehe diesen Fall als Einzelfall.
-
Viele grosse Schweizer Firmen machenüber 50 % ihres Umsatzes in den USA.
-
Die sind vor Ort.
-
Sie erfüllen grundsätzlichdie Buy-American-Kriterien,
-
weil sie sehr vieles vor Ortproduzieren.
-
Bez. der 10-%-Importzöllegibt es immer Diskussionen, ja,
-
aber viele sagen, es ist zwarnicht gut, aber sie sind vor Ort.
-
Man könnte aber das populistischeGegenargument einführen:
-
Man hätte auch gerne einen Teildieser Jobs in der Schweiz.
-
Absolut,damit bin ich völlig eingestanden.
-
Wir sprechen nun intensiv seitlängerer Zeit über die Wirtschaft.
-
Klar, wir haben das so gesetztmit Hinblick darauf,
-
was in den USA diskutiert wird.
-
Aber wird also ein Themawie Migration nicht entscheiden,
-
wer am Ende im Oval Office sitzt?Oder doch?
-
Kann in diesen über 70 Tagennoch so viel passieren?
-
Migrationwird weiterhin ein Thema sein,
-
wo Donald Trumpam meisten punkten wird.
-
Das hat man auch amrepublikanischen Parteitag gespürt,
-
dass es einesder wichtigen Themen ist,
-
auch im Zusammenhangmit der Drogenkrise im Land.
-
Es beschäftigt die Leute.
-
Dort werden wohl auch die meistenAttacken gegen Kamala Harris kommen,
-
neben der Frage,ob sie kommunistische Ideen hat.
-
Kurzzeitig wurde sie von den Medienals Zarin der Grenzen gefeiert.
-
Dann musste man aber zurückrudern,
-
da es ja tatsächlichnie ihr Auftrag war.
-
Man wird vielüber ihren Leistungsausweis
-
in der Migrationspolitik sprechen,
-
weil sie auch bisherwenig Neues geboten hat.
-
Sie sagte nur,dass sie das Gesetzespaket,
-
das im Kongress gestorben war,wieder voranbringen will.
-
Wenn ich Ihnenseit rund 55 Min. zuhöre,
-
habe ich das Gefühl ...
-
Solangehabe ich aber nicht gesprochen.
-
Nein, Sie nicht, ich meinedie Sendung. Entschuldigung.
-
Um das korrekt und präzise zu sagen.
-
Sie sind aber ziemlich skeptisch,was Frau Harris angeht.
-
Jein.Ich sehe die Möglichkeit zum Gewinn.
-
So wie ich diese auch langefür Joe Biden gesehen habe.
-
Die Demokraten haben 2020 gewonnen.
-
Sie haben v.a.mit der Botschaft gewonnen,
-
dass sie gegen Donald Trumpvorgehen.
-
Und dass sie die Politik drehen.
-
Wenn Sie das Potenzial ihrerWähler/-innen von 2020 ausbauen
-
und noch mehr Leute holen,dann kann Harris absolut gewinnen.
-
Dafür muss sie aber zeigen, dassdie dreieinhalb Jahre besser waren,
-
als es manche Leute wahrnehmen.
-
Und sie muss zeigen,
-
dass sie Rezepte für dieaktuellen zwei Hauptthemen hat.
-
Gleichzeitigmuss sie ihre eigene Basis pflegen.
-
Es ist ein Mobilisierungsspiel.
-
Und bei der Mobilisierunghaben die Republikaner dazugelernt.
-
Sie wissen nun sehr viel besser,
-
wie sie die Leute im Novemberan die Urne holen.
-
Sie haben von der Feel-Good-Partybeim Parteitag gesprochen.
-
Man könnte auch sagen, es seiein Kamala-Harris-Festspiel gewesen,
-
wo auch Barack Obama und seine FrauMichelle ihren Teil beitrugen.
-
Barack Obama hat in Anspielungauf seinen eigenen Slogan gesagt:
-
Yes, she can!
-
Yes, she can. Yes, we can -wir kennen es.
-
Gleichzeitig gibt es Umfragen,die im Bereich Wirtschaft
-
Donald Trump und nicht ihrKompetenzen zusprechen.
-
Gut, das ist immer so.
-
Das sind die Republikanertraditionell immer viel stärker.
-
Es ist wie bei unsbei den Bürgerlichen.
-
Ich glaube,das ist nicht so relevant.
-
Das Interessante im Wahlkampf ist:
-
Bei den Umfragenhat sich Harris eindeutig erholt,
-
aber am Ende geht esnur noch um die Mobilisierung.
-
Es geht nur darum,ob die Republikaner es schaffen,
-
die gleiche Maschine aufzubauen,
-
wie die Demokraten letztes Jahrschon hatten.
-
Eine,die die Briefwahl maximal ausnützt.
-
Die Republikanerwaren letztes Mal so doof ...
-
Trump selber sagte ja,
-
bei der Briefwahlsolle man nicht mitmachen.
-
Jetzt haben sie ihre Lektionvielleicht gelernt.
-
Es kommt nur noch darauf an.
-
Deshalb sind interessanterweisealle Inhalte wichtig,
-
die wir nun diskutiert haben.
-
Aber die Meinungensind eigentlich gemacht.
-
Die grossen Verschiebungengibt es wohl nicht mehr.
-
Es geht nur noch darum,ob die Republikaner
-
und Demokraten alle wählen gehen.
-
(Brühwiler) Und werin den Swing States für wen wählt.
-
Dort spielt sich nundas grosse Drama ab.
-
Ich glaube, es ist eine richtigeEinschätzung von Frau Brühwiler,
-
dass sie ebenden Enthusiasmus nicht zeigt.
-
Das ist eine richtige Einschätzung.
-
Für die Politik von Harris kann mankeinen grossen Enthusiasmus zeigen.
-
Sie hat in der Tat nichtden linken Flügel für sich gewonnen.
-
Sie wird hier auchvon sehr vielen schwarzen Menschen
-
und dem linken Flügelbez. Migration kritisiert,
-
weil sie eine harte Linie fährt.
-
Gerade deshalb ist sie inden Swing States eine Möglichkeit,
-
weil sie wählbar ist.
-
Ihre grosse Herausforderung istnatürlich auch der Nahostkonflikt,
-
was sie in der eigenen Partei spürt.
-
Die Republikaner sind geschont,
-
sie müssen sich diese Fragenicht stellen.
-
Oder auch das Thema Abtreibung,wo sie es sehr gut gemacht hat,
-
wo sie wiederum punktet.Es ist am Ende immer eine Abwägung,
-
wer mit welchen Themenfelderndie Leute mobilisieren kann.
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Sie haben mir wunderbarden Ball zugespielt,
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indem Sie das Feld geöffnet haben.- Das habe ich absichtlich gemacht.
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Vielen Dank.
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Ich würde gerne endlichzum Nahostkonflikt kommen.
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Wir kennen uns eben doch auchschon seit einigen Sendungen.
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Wir haben in der USA-"Arena"darüber gesprochen,
-
wer im Wahlkampf die Nase vorne hat,
-
wie die Wirtschaftsprogrammeder Kandidierenden aussehen,
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aber einen Punkt müssen wirunbedingt noch ansprechen.
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Was könnte diese Wahl für die Welt
-
und Konflikte wie den Nahostkonfliktbedeuten?
-
Da gibt es einen, der sagt,er würde alles regeln - kein Problem
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Auch mit Wladimir Putin.
-
If I'm president, I will have thatwar settled in one day, 24 hours.
-
Sibel Arslan,Sie schauen fassungslos hoch.
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Deshalb trauen Sie ihm das nicht zu?
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Dass er das Telefon in die Handnimmt und das in einem Tag regelt.
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Ob ich ihm das zutraue oder nicht?- Ja.
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Ich traue ihm alles zu.
-
Ich glaube, das ist ein Mann,der zu allem fähig ist.
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Nicht, dass er das schafft.- Warum nicht?
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So läuft diese Welt nicht.
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Er kann höchstensfür weltweite Unsicherheit sorgen.
-
Auch für uns in der Schweiz.
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Aussenpolitisch betrachtetwird er keine Stabilität bringen.
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Das zeigt er auch im Rahmendes Ukraine-Konflikts,
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wo er so viele Versprechen macht,
-
bei denen man das Gefühl hat,dass die der Ukraine schaden.
-
Er spielt mit Unsicherheitenin der Aussenpolitik
-
und steht nicht für Stabilitätund Zuverlässigkeit ein.
-
Das ist aussenpolitischsehr, sehr gefährlich.
-
Das ist wieder ein Punkt für Harris.
-
Donald Trump sagt auch,
-
er könne sich problemlos einenAustritt aus der NATO vorstellen.
-
Es gibt Bedenken,dass er die Ukraine,
-
Wolodymyr Selenskyjund sein Volk fallen lässt
-
und nicht mehr unterstützt.Wie sehen Sie das?
-
Er sät mit diesen Aussagennatürlich Unsicherheit.
-
Es ist so, wie Frau Arslan sagt:
-
Dass er das Telefon zückt,traue ich ihm zu,
-
aber was er aushandeln würde,wäre wohl nicht die Art von Frieden,
-
den wir uns in Europafür die Ukraine vorstellen.
-
Wir wünscheneine sichere Aussengrenze,
-
und zwar in der alten Grenzeder Ukrainer.
-
Aber man muss ihm zugutehalten:
-
In bestimmtensicherheitspolitischen Arenen
-
ist das, was er von acht Jahrenbegann, mittlerweile Konsens.
-
Die Haltung gegenüber China
-
wurde weitgehend von den Demokratenübernommen.
-
Man betrachtet Chinamit anderen Augen
-
und will es mit anderen Mittelneinschränken.
-
Viele europäische Länderhaben mittlerweile eingeschwenkt.
-
Auch was die Verantwortungder Europäer
-
für die eigene Sicherheit angeht,
-
da hat ein totales Umdenkenstattgefunden.
-
Ich war gerade in Norwegen,
-
wo man den Verteidigungsetatmassiv ausbaut.
-
Hier hatte es teilweisepositive Folgen,
-
dass er der Elefant imdiplomatischen Porzellanladen war.
-
Aber wir hätten gerne Berechen-barkeit in der Aussenpolitik.
-
Das bringt er uns nicht.
-
Ich sehe das etwas anders.
-
Es war schon auch Trump,der die Länder dazu animierte,
-
auf 2 % zu erhöhen.
-
Also vom Bruttoinlandsprodukt,
-
Rüstungsausgabenin den NATO-Staaten.
-
Genau, richtig.
-
Aber das hat Obama 2014am NATO-Gipfel in Wales gebracht.
-
Das ist keinerepublikanische Errungenschaft.
-
Trump hat das natürlichweiterverwendet und Druck gemacht.
-
Ausserdemhat Trump zwar Angst geschürt,
-
aber 2021 gab es erst sechs Länder,die die 2 % erfüllten.
-
Jetzt liegen wirbei 23 von 32 NATO-Staaten.
-
Der Krieg hatzu einem grossen Umdenken geführt.
-
Wo ich ausserdem die Auffassungder allgemeinen Medien nicht teile:
-
Ich habe nicht das Gefühl,
-
dass Trump die Ukrainefallen lassen wird.
-
Während der Trump-Administration
-
hat das Aufrüsten und die Ausbildungder Ukrainer
-
relativ stark zugenommen.
-
Viele Spezialistensind der Auffassung,
-
dass die Ukraineüberrannt worden wäre,
-
wenn sie den Aufbau währenddieser Jahre nicht gehabt hätten.
-
Man sieht auch in Washington gut,
-
dass russische Oligarchen,teils mit grossem Schweiz-Bezug,
-
unter Trump sanktioniert wurden.
-
(Brühwiler)Ich würde gerne kurz einhaken.
-
Noch eine Nachfrage:
-
America Firstist also eine Plattitüde?
-
Er meint es gar nicht so?- Doch, das ist genau America First.
-
Das Schlimmste für ihn wäre,
-
wenn er Präsident würde,wenn die Ukraine überrollt würde
-
und die baltischen Staatenangegriffen würden.
-
Dann gäbe esdie NATO-Beistandspflicht.
-
(Somm) Das Hauptproblemist doch die Bilanz von Joe Biden.
-
Aussenpolitischund sicherheitspolitisch
-
liegt da aus Sicht der Europäerdoch das grösste Problem.
-
Wir haben zwei Kriege,die unter Biden anfingen.
-
Das hat sehr vielmit seiner Politik zu tun.
-
Man erinnert sich nicht daran,
-
aber bei der Ukraine sprach er erstvon einer minor incursion.
-
Er sagte den Russen quasi,ein wenig dürften sie schon.
-
Ausserdem, was viel schlimmer ist,
-
hat er Selenskyj sofort angeboten,ihn in Sicherheit zu bringen.
-
Das sei gar kein Problem.
-
Die Ukraine ist eindeutig ein Krieg,den er ausgelöst hat.
-
Zweitens hat erimmer wieder dafür gesorgt,
-
dass die Ukrainenicht die Waffen einsetzen darf,
-
die nötig wären,um den Krieg zu gewinnen.
-
Das ist ganz wichtig.
-
Das hat sehr vielmit seinen Beratern zu tun,
-
die eigentlich nicht daran glauben,dass Krieg ein Mittel ist.
-
Manchmal ist es ebendurchaus ein Mittel.
-
Bei der Ukraine ist es eindeutig,dass Joe Biden diesen Krieg
-
unglaublich verlängerte,auch wenn er viel unterstützte.
-
Auch der Nahostkonflikthat ganz klar mit Joe Biden zu tun.
-
Er hat die Sanktionengegen den Iran aufgehoben.
-
Das hat dazu geführt, dass der Iranüberhaupt die finanzielle Kraft,
-
aber auch die politische Krafthatte, das zu wagen.
-
Und was man immer wieder vergisst:
-
Iran ist ein riesiges Problem,völlig unabhängig von Israel.
-
Damit die Schweizer aucheinmal wissen, worum es hier geht:
-
Die Huthis stören den ganzen Verkehrim Roten Meer massiv.
-
Das merkenwir am Ende in der Migros.
-
Deshalbsteigen die Preise bei uns auch.
-
Versicherungsprämiensteigen jetzt deshalb.
-
Diese Instabilität, die dieAdministration Biden erreichte,
-
ist eines der Hauptprobleme.- (Arslan) Also ich verstehe ...
-
Dort ist es eindeutig,
-
dass Donald Trump,der sehr gerne den Mad Man spielt,
-
ganz sicher mehr bewirken kannals Harris.
-
Markus Somm mit einer steilen These,was die beiden Konflikte angeht,
-
aber deshalb ist er auchein geschätzter Gesprächspartner,
-
an dem man sich reiben kann.Das machen die beiden hier.
-
Nur noch ein kleiner Punkt, derin die Richtung von Herrn Somm geht.
-
Ich glaube, bei jemandem wie Putinist es viel besser,
-
wenn die USA unberechenbar sind,nicht berechenbar.
-
Ein Grund,weshalb wir heute hier sind, ist,
-
dass die Biden-Administrationrelativ transparent kommuniziert,
-
was sie machen, was erlaubt sei.
-
Waffen - es ist immer klar,was sie haben werden und was nicht.
-
(Somm) Die Russen haben gedankt.- Absolut.
-
Unberechenbarkeitwäre eher ein Vorteil gewesen.
-
Ich möchte den Herrennicht widersprechen,
-
aber wie wäre es, wenn man esnicht so weit hätte kommen lassen?
-
Dann hätte man die Unberechenbarkeitauch nicht
-
und müsste nicht mit Putin umgehen.
-
Es herrscht eine weltweite Dynamik,
-
wo sich die autoritären Männergegenseitig unterstützen.
-
Wir haben kein Konzept unddiskutieren über die Folgen für uns.
-
Ich finde,es hätte gravierende Folgen.
-
Dann zum Iran und dem Atomabkommen.
-
Es war Trump, der ausgetreten ist
-
und infolgedessen musste Bidenhandeln. - (Somm) Das war gut.
-
Oder die Diskussionenrund um das Abraham-Abkommen -
-
die haben die Situationauch nicht entspannt.
-
Es ist wichtig,dass man das richtig liest.
-
Vielleicht wurden von Trumpkeine Kriege ausgelöst,
-
aber die Situationhat dort schon begonnen
-
und er hätte dagegenvorgehen können.
-
Auch aus dem Klimaabkommen von Paris
-
ist er mit den gleichen Argumentenausgestiegen.
-
Man zahlebei der Sicherheitsarchitektur,
-
aber bei der Umwelt Verantwortungübernehmen konnte er nicht.
-
(Somm) Das ist ein anderes Thema.
-
(Arslan) Das sindauch finanzpolitische Themen.
-
(Somm) Nochmals zum Iran.
-
Das Atomabkommen hat Trump gekündigt
-
und danach den Iranmassiv sanktioniert.
-
Das Regime wäre nicht mehrlange überlebensfähig gewesen.
-
Dann kam Biden,löste die Sanktionen auf und sagte,
-
man mache wiederAppeasement gegenüber dem Iran.
-
Das ist der Grund, weshalbdie Situation im Nahen Osten
-
nun unglaublich gefährlich ist,völlig unabhängig von Israel.
-
Der Iranist ein Problem für sich selbst.
-
Das ist einesder schlimmsten Regimes überhaupt.
-
Kamala Harris gegen Donald Trump -was ist besser für uns alle?
-
Das ist der Titel dieser "Arena".
-
Wir sind bei der sicherheits-politischen Lage angekommen.
-
Frau Brühwiler,wer macht die Welt sicherer?
-
Kann man das so einfach beantworten?- Nein, kann man nicht.
-
Das habe ich befürchtet.
-
Man kann auch nicht einfachden Krieg im Nahen Osten
-
der Biden-Administrationin die Schuhe schieben.
-
Aber ich glaube, wir sindschon viel zu weit, um das alles ...
-
(Somm) Eindeutig, eindeutig.- Nein, nein.
-
... um das allesnochmals aufzudröseln.
-
Letztlich ist es die Frage,wie wir als Europäer agieren.
-
Wir wirken auch in dieser Diskussionso, als wären wir dem ausgeliefert.
-
Wir müsstenlangsam einen Punkt erreichen,
-
wo wir uns emanzipieren und fürunsere eigene Sicherheit einstehen.
-
Das sage ich mehr als Bürgerinund nicht als Wissenschaftlerin.
-
Eine globale Sicherheit indiesem Sinne hat es noch nie gegeben
-
durch einen Pax Americana,der für alle gilt.
-
Krieg war schon immer eine Realität.
-
Die Frage ist, ob er in unsererNachbarschaft ist oder nicht.
-
Dagegen müssten wir als Europamehr tun können.
-
Die Schweizhat das auch schon versucht.
-
Z.B. auf dem Bürgenstockletzten Juli,
-
als Bundespräsidentin Viola Amherd
-
die mögliche nächste amerikanischePräsidentin Kamala Harris traf.
-
Markus Somm, Ihnenliegt noch etwas auf der Zunge.
-
Natürlich gibt es keine Welt,
-
wo es nur noch Frieden gibtund keinen Krieg.
-
Aber der Punkt ist schon:Der Weltpolizist Amerika
-
ist für die Schweiz und Europa eineGrundlage für unseren Wohlstand.
-
Die Leutesind sich dessen nicht bewusst.
-
Ich habe es gesagt bei den Huthis:
-
Die Seewegeauf der ganzen Welt zu sichern,
-
ist eine Aufgabe, die zuerstdas British Empire übernahm -
-
im 18., 19. und 20. Jh.
-
Seit dem Zweiten Weltkriegmachen das die Amerikaner.
-
Das machen nur die Amerikaner
-
und die Steuerzahler von Amerikazahlen das,
-
damit wir uns unser Joghurtin der Migros leisten können.
-
(Brühwiler) Das Problem ist,sie wollen es nicht mehr zahlen.
-
Es gibt auch nochandere grosse Grossverteiler.
-
* Sie sprechen durcheinander. *
-
Der Punkt ist, dass wir vier Jahreeine Politik erlebten,
-
wo es hiess,dass man sich zurückziehen würde.
-
Das ist ein Problem,wenn man einen Weltpolizisten will.
-
Sie sagen,wir müssen uns emanzipieren.
-
Gerne, aber schauen Sie,wie schwierig es in der Schweiz ist,
-
unsere Armee aufzurüsten.Es ist unglaublich schwierig.
-
Es ist in allen europäischen Ländernfast unmöglich.
-
Deshalb muss ich ehrlich sagen:
-
Lieber habe ich wieder Amerika,das den Weltpolizisten spielen kann,
-
sie haben das Militär dazu.
-
Sie könnten alle Kriegerelativ schnell beenden,
-
wenn sie es richtig wollen würden.Sie könnten das.
-
Das ist mir lieber, als dass wirnoch 30 Jahre darüber sprechen,
-
ob wir unsere Armeenochmals ausbauen wollen.
-
Mir ist das grundsätzlich auchlieber.
-
Das Problem ist aber,
-
dass wir im Moment bei denRepublikanern ein Ticket haben,
-
dass unilateralistischund nach innen gerichtet ist.
-
J.D. Vance ist da noch viel klarerpositioniert als Donald Trump.
-
Die haben keine Lust mehrauf Welt Polizei.
-
(Somm) Das stimmt nicht.- Doch, das stimmt.
-
America First heisst auch,sie sind der Top Dog.
-
(Brühwiler) Nein, nee, nee.Es ist nicht ganz so einfach.
-
(Somm) Die Amerikanerwollen die Nummer 1 bleiben.
-
(Brühwiler)Es ist eher im Indopazifik.
-
(Somm) Überall, auch in Europa.Sie würden in Europa nie aufgeben.
-
Aber da müssen wir nichtdiskutieren.
-
Wir wissen nicht, was Trump macht.
-
Aber wir wissen,was Biden gemacht hat.
-
(Brühwiler) Die Republikaner wärenwillig, in diese Richtung zu gehen.
-
(Arslan) Können wir diese Diskussionganz kurz
-
mit einem friedlichen Wort beenden?(Somm) Bist du nun der Moderator?
-
Ich habe sehr interessiert zugehört.
-
Schade,dass Sie es unterbrochen haben.
-
Ich glaube,wir hätten auch weiter hören können.
-
Ich bin natürlich eherauf Ihrer Seite,
-
weil ich es wichtig finde,dass man das machen könnte.
-
Aber es ist nicht möglich,das ganze Vorhaben so zu verfolgen.
-
Es ist aber auch wichtig,weshalb es diese Sendung gibt,
-
weshalb wir hier sindund es uns interessiert.
-
Weil es eben auch für dieStabilität, die wir alle brauchen,
-
wichtig ist.
-
Harris ist nicht die Kandidatin, fürdie ich nun Wahlkampf machen würde,
-
weil ich sieso wahnsinnig toll finde,
-
sondern weil ich müde binvom ganzen Populismus
-
und der Verzerrung, die auch zu unsin die Schweiz übergeschwappt ist.
-
Wir haben in der Tonalitätdas Wording übernommen.
-
Manchmal braucht es jemanden,der auch etwas Ruhe einfordert.
-
Oder die sagt: "Habt euch mal gerne,Kinder,
-
fertig Streitereien und Kriege."
-
Die Belege haben wir eigentlich.
-
Wir hatten vier Jahre Trumpund vier Jahre Biden.
-
Die Welt ist heute viel instabilerals vor vier Jahren.
-
Es ist eine Tatsache.Da kann man machen, was man will.
-
Es ist vollkommen klar, dass einTrump, der so militärfreundlich ist,
-
ganz sicher nicht zulassen würde,
-
dass Amerika keine Rolle mehrspielt.
-
Wir sind in der 75. Min.
-
Man könnte sagen,das ist ja noch kein Fussballspiel,
-
wir haben noch etwas Zeit. Leiderist das nicht so im TV-Alltag.
-
V.a. haben wirnoch einen Höhepunkt vorbereitet.
-
Noch etwas vorneweg:Kamala Harris gegen Donald Trump,
-
an dieser Diskussionkönnen Sie sich online beteiligen,
-
unter dialog.srf.ch.
-
Harris oder Trump: dialog.srf.ch.
-
Vom Dialog zum Epilog,dem abschliessenden Nachwort.
-
Das hat unsere Protokollantin, ichbitte sie, in die Arena zu schreiten
-
und uns allenden Spiegel vorzuhalten.
-
Mit einem ohrenbetäubenden Applausfür Patti Basler.
-
Will Kamala be queen,will Donald be king?
-
Es ist eine Quadraturvom ovalen Ring.
-
Wo es den Amis eigentlich fehle,
-
fragt Somm.
-
Dass man einen Clown wie Trumpals Kandidat wähle.
-
Gut, wenn die Schweizauch in diese Richtung geht,
-
wirst du vielleicht bald Bundesrat.
-
Kamala wird von Sibel gehypt,Donald von Somm rechts rübergeswipt.
-
Und Rahul Sahgal - sag mal,für wen würdest du dich entscheiden?
-
Für keinen der beiden.
-
Oder dann eben für Biden.
-
Das Problem:Für Switzerland sei es the worst,
-
beide Möchtegern-Präsiswollen America First.
-
Und Claudia Franziska Brühwiler,was ist das für ein Name?
-
Du bist Amerikaforscherin -"Claudia Franziska Brühwiler".
-
Ich mache es kurz: C.F.B.
-
So sagt C.F.B.,man müsse von Kamala nicht BFF sein.
-
Kama-laugh Ha-ha-Harris werde,wie es allen Frauen passiert,
-
für ihr Lachenund die Stimme kritisiert.
-
Gut, C.F.B., wenn manvon deiner Stimme spricht,
-
dann nicht nur,weil du eine Frau bist,
-
sondern weil dueine Frau aus dem Thurgau bist.
-
Gut, sagt Somm, sei es erst, wenndas Geschlecht und das äussere Bild
-
und der Herkunftsortkeine Rolle mehr spielt.
-
Gut, Somm ...
-
An der Herkunftsei nicht viel gelegen,
-
das musst du als Aargauernatürlich sagen.
-
Und für die Pharmasei Harris das falsche Add-on.
-
Es wäre Endzeit,es wäre eine Art Pharma-geddon.
-
Und die Demokraten, diese Sausäcke,man solle es nicht verstecken,
-
die wollen die Steuerhinterziehungnicht decken.
-
Für die Schweiz eher schlecht.
-
Sahgal sagt einmal nichts.Ihm ist ja beides nicht recht.
-
Und Arslan findet das Oval Office -
-
das seien auf Deutsch doch Eizellen,man müsse eine Frau dorthin stellen.
-
Und Trump,der gehöre sowieso in die Zelle.
-
Gut, wenn man gewisse Leute so hört,
-
hat Trump schon als Spermiumin die Gummizelle gehört.
-
Und oval, sagt Somm,heisse doch Egg.
-
Und der Einzige, der es checke,sei doch eigentlich Elon Musk.
-
Du hast es verstanden -Elon Musk kann Götter machen.
-
Der weiss, was zuerst war -das Huhn oder das Ei.
-
Erst hatte er Twitter, dann X -erst hatte er einen Vogel, nun Eier.
-
Oder eben: First he had a bird,now he has eggs.
-
Und hey, Sibel: Trump ist nichtgegen die Abtreibung von Kindern,
-
er wartet einfach,bis sie etwas grösser sind.
-
Kommt etwa ein Schulshooting vor,
-
hat Trump für die Waffenlobbyimmer ein offenes ... Ohr.
-
C.F.B. sagt:Trump, das würde Frieden bedeuten.
-
Er würde doch Putin einfach anrufen.
-
Aber C.F.B., du weisst,für eine Frau wäre das ein Flop.
-
Die erste Frau, die in der Exekutivedem Schätzchen anruft,
-
der kostet es den Kopp.
-
Sahgal meint, Obama The Man,habe gesagt: Yes, she can!
-
Oder wie würde man es im Nahen Ostensagen - also im Bündnerland:
-
Ja, die kamma-lah.
-
Wird es sicherermit Frau oder mit Mann?
-
Mit Donald oder Kamala?
-
Würde man Amherd am Konfliktherdals Polizistin holen,
-
bräuchte man anstattRösti-am-Herd-Rüsten Rüstungskohle.
-
Aber alles ist zu teuer, sagt Sibel.
-
Man solle sich eben etwas spürenund eben auch die Reichen besteuern.
-
Und am Ende sagt Sahgalnoch ganz leis':
-
Das Problem ist,in Amerika hat alles seinen Preis.
-
Vielen Dank.
-
Applaus für Patti Basler.
-
Applaus von meiner Seite für diekompetente Runde, inklusive C.F.B.
-
Vielen Dank, dass Sie dabei waren.
-
Die Zusammenfassung dieser Sendung,produziert von Severin Frohofer,
-
gibt es demnächstin der SRF News App und auf srf.ch.
-
Den Blick hinter die Kulissen gibtes auf meinem Instagram-Account.
-
Nächste Wochegibt es eine Abstimmungssendung.
-
Dann geht esum die Biodiversitäts-Initiative,
-
u.a. im Studio ist Bundesratund Umweltminister Albert Rösti.
-
Bleiben Sie uns treu,bleiben Sie kritisch,
-
gute Nacht aus dem Studio 8.
-
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